Path: senator-bedfellow.mit.edu!dreaderd!not-for-mail
Message-ID: <de/technik/satfaq_1082200966@rtfm.mit.edu>
Supersedes: <de/technik/satfaq_1079601013@rtfm.mit.edu>
Expires: 31 May 2004 11:22:46 GMT
X-Last-Updated: 2004/01/27
Organization: none
From: gerd.j.schweizer@t-online.de
Newsgroups: de.rec.tv.technik,fido.ger.sat,de.answers,news.answers
Subject: Satellitenempfang in Europa - FAQ
Approved: news-answers-request@MIT.EDU
Followup-To: poster
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Content-Transfer-Encoding: quoted-printable
Summary: Information zum Satellitenempfang in Europa
Posting-frequency: monthly
Originator: faqserv@penguin-lust.MIT.EDU
Date: 17 Apr 2004 11:28:49 GMT
Lines: 1573
NNTP-Posting-Host: penguin-lust.mit.edu
X-Trace: 1082201329 senator-bedfellow.mit.edu 568 18.181.0.29
Xref: senator-bedfellow.mit.edu de.rec.tv.technik:55802 de.answers:10348 news.answers:270028

archive-name: de/technik/satfaq

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Satellitenempfang in Europa - FAQ

Version 24.1.2004

Inhaltsverzeichnis

   * Vorwort
   * 1.1 Allgemein
   * 1.2 Satelliten
   * 1.3 Empfangsschüssel
   * 1.4.1 LNB Arten
   * 1.4.2 LNB Ansteuerung
   * 1.4.3 LNB Übersicht
   * 1.5 Receiver
        o 1.5.1 Analogreceiver mit Beispiel zur Frequenzermittlung
             + 1.5.1.1 Analoger Radiobetrieb
        o 1.5.2 Digitalreceiver
             + 1.5.2.1 Digitaler Radiobetrieb mit MPEG2 Standard
             + 1.5.2.2 Software update aus dem Internet
        o 1.5.3 Digital und Analog TV Vergleich
        o 1.5.4 Vergleich Kabel- und Satellitenempfang
   * 1.6 Programme
   * 1.7 Radio ADR, analog und digital
   * 1.8 Installation
        o 1.8.1 Sender einstellen
        o 1.8.2 Sendertabellen
   * 1.9 Verteilung
        o 1.9.1 Kopfstationen
        o 1.9.2 Verteilung bei mehreren Satelliten
   * 1.10 Aufrüstung von analogem auf digitalen Empfang
   * 1.11 Empfangsqualität und ihre Auswirkungen
   * 1.12 Spezielle Methoden
        o 1.12.1 Signalweitergabe in andere Räume
        o 1.12.2 Fernbedienung aus anderen Räumen des Hauses
        o 1.12.3 Ist mein alter LNB digitaltauglich?
        o 1.12.4 Empfangssignal durch Receiver durchschleifen
   * 1.13 Störungen
   * 1.14 Informationen zum Satellitenempfang mit Links
   * 1.15 Abkürzungen und Begriffe

Vorwort

Zu Beginn des Jahres 2000 startete ich mit dieser Sammlung des Grundwissens
für den vorwiegend deutschsprachigen Satellitenempfang in Europa. Das Ziel
ist eine kurze und verständliche Erklärung der Punkte, die für
gebräuchliche Einsatzfälle von Wichtigkeit sind. Besondere Konfigurationen
für Empfang bzw. Verteilung sind eher in der newsgroup de.rec.tv.technik
oder einer mailingliste zu diskutieren. Informationen wie Sendertabellen,
die aktuell im Internet verfügbar sind, werden am Ende der FAQ mit Links
angeboten weil es wenig Sinn macht, sie hier nochmals zu pflegen.

Das Format ist HTML. In diesem Format lassen sich Links nutzen oder mit der
Maus aus dem Inhaltsverzeichnis zum gewünschten Punkt springen wie mit
keinem anderen Format. Wegen der Grösse wird die FAQ nur noch über das
monatliche Autoposting verteilt. Natürlich kann von meiner homepage auch
eine gezipte FAQ im html Format downgeladen werden. Der Text kann zum
privaten Gebrauch genutzt werden. Irgendwelche Ansprüche gegen den
Verfasser werden ausgeschlossen. Auf meiner homepage sind im linken Frame
unter Photos auch Bilder von Satellitenschüsseln abrufbar.

Vorneweg eine generelle Bitte: Wenn sich etwas ändert, ohne dass ich es
bemerke, dann bitte nicht schimpfen sondern mir Bescheid geben unter:

Format Gerd.J.Schweizer@t-online.de

Das gilt auch für Anregungen, Verbesserungswünsche und Fehlerkorrekturen.
Wenn mir jemand eine Mail schickt und keine Antwort erhält, so bitte die
Mail nochmal schicken, da ich mich bemühe, jede Mail zu beantworten. Leider
gehen immer wieder Mails verloren, weil t-online selbst Virenmails mit den
150kB Anhängen nicht ausblendet und damit die Mailbox teils schon nach zwei
Stunden voll ist und t-online dann alle eingehenden Mails abweist. Zitat
des t-online Abuse-teams: "Zunächst möchten wir darauf hinweisen, dass die
Inhalte der eMails dem nach Art. 10 Grundgesetz geschützten Bereich des
Fernmeldegeheimnisses unterfallen. Daher werden eMails, die über unseren
Server versendet werden, in keiner Art und Weise inhaltlich überprüft."
Der Text der FAQ steht aktuell auf meiner homepage zur Verfügung:

http://home.t-online.de/home/gerd.j.schweizer/ oder

http://www.gerd.digitv-online.info

Unter Photos im linken Frame meiner homepage sind Bilder von
Satellitenschüsseln zu sehen.

1.1 Allgemein

Zur Versorgung mit Fernseh- und Radiosignalen wird von der Erde über
sogenannte Uplinkstationen zu den geostationär positionierten Satelliten
und von dort wieder zurück zur Erde gesendet. Hier werden die Signale von
den Satellitenschüsseln aufgefangen und gebündelt zum LNB ( Low Noise
Block, das ist das Kästchen vor der Schüssel, an dem das Koaxkabel
angeschlossen ist) reflektiert. Um möglichst auf kleinem Raum viele Signale
weiterleiten zu können, werden dabei technische Tricks angewandt. So werden
vom Satelliten die Signale auf einem Transponder jeweils um 90 Grad gedreht
und horizontal bzw. vertikal polarisiert. Dadurch können sie sozusagen
enger zusammengeschoben werden. Im LNB werden die Funkwellen von den hohen
Sendefrequenzen auf eine Zwischenfrequenz umgesetzt und über Koaxkabel zum
Receiver (Empfänger) weitergeleitet. Nachdem die LNB auch eine geringe
Stromaufnahme zur Signalumsetzung brauchen, erhalten sie umgekehrt über das
Kabel vom Receiver eine Gleichspannung zugeleitet. Diese Gleichspannung
wird gleichzeitig verwendet, um dem LNB zu zeigen ob Signale der
horizontalen oder der vertikalen Polarisationsebene umgewandelt werden
sollen.

Zur besseren Ausnutzung der Frequenzbereiche werden die Satellitensignale
wie schon beschrieben noch zusätzlich umwandelt. Früher waren rechts- bzw.
linksdrehende Signale verbreitet. Diese Art findet aber für die normalen
Benutzer keine Anwendung. Heute werden meist Signale in horizontaler und
vertikaler Polarisierung verwendet. Im LNB wird diese Polarisierung an der
Höhe der gelieferten Gleichspannung erkannt und zur Frequenzumsetzung
eingesetzt. Ist die Gleichspannung höher als 15,5V, werden die horizontal
polarisierten Signale ausgewählt und unter 15,5V die vertikalen
polarisierten Signale. Die meisten Sendefrequenzen der Satelliten bewegen
sich im Bereich zwischen 10,6 und 12,7 GHz. Den Bereich nennt man das
KU-Band. Ein weiteres Band ist das C-Band mit Frequenzen um 4 GHz.
Satelliten, die im C-Band arbeiten, benötigen hohe Sendeenergien und zum
Empfang grosse Schüsseln. Vielleicht ist das der Grund, warum sie nur ein
geringes Einsatzpotential aufweisen. Hier sollen Internetdienste über
Satelliten eingesetzt werden. Vom derzeitigen Italsat F2 sollen die
Internetfunktionen später über Eutelsat Hotbird 6 angeboten werden.

Nachdem das Satellitenfernsehen mit der analogen Technik eingeführt wurde,
boten sich mit der Weiterentwicklung der Technik und schnelleren
elektronischen Bauteilen weitere Möglichkeiten der Verbreitung. So entstand
die digitale Technik für Fernsehen und Radio. Während im analogen Betrieb
jeweils ein Frequenzpaket eines sogenannten Transponders ausschliesslich
für ein analoges TV Programm ausreicht, werden derzeit im gleichen
Frequenzbereich bis zu zehn digitale Fernsehprogramme ausgestrahlt.
Zusätzlich werden auf einem Transponder noch etliche Radioprogramme in
unterschiedlicher Form gesendet.

Verschiedene Sendeanstalten codieren die Sendesignale und verlangen dann
Gebühren von ihren Abonnenten. Diese Programme darf ich hier aus der
Betrachtung heraushalten, weil das ein ganz eigenes Gebiet ist. So ist es
sehr zu begrüssen, wenn die deutschen Programme zum Beispiel auch in
Spanien und Polen empfangen werden können. Das trifft ja auch für viele
Programme aus Italien zu. Einmal ist es vorteilhaft für Urlauber, überall
in Europa diese Programme frei empfangen zu können, für die sie ja zuhause
bereits die Gebühr bezahlt haben. Viel wichtiger ist es aber für
diejenigen, die im Ausland arbeiten und dort auch frei die deutschen und
italienischen Programme sagen wir mal geniessen können. Da ist die
Situation in Österreich, der Schweiz, Frankreich und England ganz anders.
Hier werden sogar die öffentlich rechtlichen Programme codiert und nur für
die Bevölkerung geöffnet, die im Lande lebt. In der Schweiz können im
Ausland lebende Schweizer sogar den Zugriff erhalten. Der ORF sendete zum
Beispiel von Juli 1998 bis ca. September 2000 digital codiert die beiden
Programme ORF1 und ORF2, obwohl sie niemand empfangen konnte. Auf dem Markt
existierten nämlich die erforderlichen Geräte noch nicht und angeblich
hatten sie sich noch nicht für eine Verschlüsselungsmethode entschieden.
Seit etwa September 2000 sind ORF Kunden in der Lage, die ORF Programme
digital zu empfangen und dekodieren. Begründet wird die Verschlüsselung mit
urheberrechtlichen Gründen, obwohl auch die eigenen Produktionen
verschlüsselt werden. So wird zum Beispiel die Zeit im Bild um 22 Uhr im
ORF verschlüsselt, gleichzeitig aber auf SAT3 offen ausgestrahlt. Ausserdem
können die Kosten für die "Urheberrechte" nicht so teuer sein, wenn seit
Juli 2000 sogar ein baden württembergischer und in der Zwischenzeit noch
mehrere Lokalsender auf Astra europaweit senden. Seit 2002 ist auch ein
Zusammenschluss von Lokalsendern (Oberpfalz und Niederbayern, abgekürzt
ONTV) digital auf Astra. Im Jahre 2002 ist die Entscheidung in Österreich
für die d-Box Methode gefallen. Während also fast alle europäischen Pay-TV
Programme mit Receivern empfangen werden können, die mit verschiedenen
Smartcards arbeiten können, ist die d-Box nur mit dem Beta Verfahren zu
betreiben. Andererseits kann kein anderes Gerät die so codierten Programme
empfangen. Als Konsequenz wird der digitale Empfang um Jahre in der
Verbreitung gebremst, weil die potentiellen Kunden nicht wissen, für
welches Empfangsgerät sie sich entscheiden sollen. Im Jahre 2003 änderte
der ORF das Verschlüsselungsverfahren nach der Kirchpleite und deren
Verschlüsselungsumstellung. So verschlüsselt der ORF zusätzlich noch auf
Jahre wie bisher mit Betacrypt und zusätzlich mit Cryptoworks. Allerdings
sind für alte Receiver keine Betacrypt Smartcards mehr lieferbar. Ab
Frühjahr 2004 will nun der ORF sein Abendprogramm des ORF2 sogar
unverschlüsselt senden.
Die Schweizer Rundspruchgesellschaft sendet verschlüsselt, gönnt sich aber
einen eigenen unverschlüsselten Kanal, auf dem sie erklärt warum sie
angeblich verschlüsselt.
Seit Juni 2003 senden BBC unverschlüsselt, weil sie die Lizenzgebühren für
die Verschlüsselung in Höhe von 85 Millionen Pfund für fünf Jahre einsparen
können. Allerdings senden sie auf einem Beam, der im westlichen und
südlichen Deutschland schon grössere Schüsseln erfordert. In Österreich
sind sogar sehr grosse Schüsseln nötig.Wenn mir jemand nicht den Link zur
Übersicht, sondern echte Erfahrungswerte schickt, nehme ich sie hier gerne
auf.

Nun ein Hinweis wegen der teilweise irreführenden Verwendung des Begriffs
analoger Bereich. Viele bezeichnen den unteren Frequenzbereich als analogen
Bereich und den oberen Frequenzbereich als digitalen Bereich. Dies ist
schlichtweg falsch. Die Eutelsat Hotbird Satelliten auf 13 Grad Ost zum
Beispiel senden analoge Programme auch im oberen Frequenzbereich. Astra
sendet digitale Sender ausser im oberen Frequenzbereich auch im unteren
Frequenzbereich, daher trenne ich strikt zwischen Frequenzbereichen und
Sendetechniken.

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1.2 Satelliten

Derzeit befinden sich schon unzählige Satelliten im Orbitus. Ob es sich um
Telstar, Sirius, Kopernikus, Astra oder Eutelsat handelt. Sie hier alle
aufzuführen wäre wenig nutzbringend. Während viele Satelliten einzeln
stehen, positionieren einige Satellitenbetreiber mehrere Satelliten in
einem Sektor im Weltraum nebeneinander und erhöhen so die Zahl der
möglichen Sender im gleichen Freqenzbereich. Alle Satelliten erfüllen
unterschiedliche Zwecke. Die ersten Aufgaben der Satelliten kamen verstärkt
aus dem militärischen Bereich. Während heute viele Satelliten
ausschliesslich TV- und Radioprogramme übertragen, kommen immer mehr andere
Aufgaben dazu. Als Beispiel nenne ich hier mal die Übertragung von Daten,
Internet Datenverbreitung und kommerzielle Sendungen sowie
Ausbildungsprogramme von grossen Firmen.

Heute werden die meisten TV- und Radioprogramme von den beiden
Satellitensystemen Astra und Eutelsat mit jeweils mehreren Satelliten in
einem Sektor gesendet. Diese Satellitensysteme sind an verschiedenen
Positionen aber jeweils mehrere Satelliten im gleichen Winkel auf der
geostationären Umlaufbahn positioniert. Nachdem diese Fenster so eng sind,
fällt das beim Empfang auf der Erde nicht auf. So sind derzeit bei Eutelsat
auf den gängigen 13 Grad Ost fünf Hotbird Satelliten verfügbar. Bei Astra
auf 19,2 Grad sind es sogar noch mehr. Relativ neu sind mehrere Satelliten
auf 28 Grad Ost. Allerdings sind diese Satelliten mehr am britischen
Bereich orientiert.

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1.3 Empfangsschüssel

Gebräuchlich sind kreisrunde Schüsseln und sogenannte Offsetspiegel. In der
normalen Anwendung haben sich die fast senkrecht stehenden Offsetspiegel
durchgesetzt. In ihnen bleibt z.B. der Schnee nicht so leicht hängen und
Empfangsstörungen sind dadurch auch seltener. Wird die Schüssel etwas
grösser als unbedingt erforderlich gewählt, sind auch genügend
Empfangsreserven vorhanden um zum Beispiel auch bei stärkeren Regenfällen
einen guten Empfang zu gewährleisten. Bei meiner 88cm (senkrecht und 82 cm
waagrecht) Offsetantenne mit Multifeed für Astra 19,2 Grad und Eutelsat 13
Grad haben wir vielleicht drei bis fünfmal im Jahr Empfangsstörungen durch
krasse Regenfälle. Die dauern dann möglicherweise fünf bis zehn Minuten.
Viele Schüsseln sind wohl aus Gewohnheit auf dem Dach neben der
terrestrischen Antenne montiert. Andere sind auf Balkonen montiert, um die
"optische Beeinträchtigung" der Nachbarn zu verhindern. Unsere Schüssel ist
im Garten an einer Mauer befestigt. Dadurch kann ich bei starkem Schneefall
mit der Hand den Schnee entfernen und ich kann auch auf auf eine Erdung
verzichten. Im Winter waren etwa zehn Zentimeter Schnee im unteren Teil der
Schüssel hängengeblieben und meine Frau konnte die italienischen Sender von
Eutelsat digital nicht mehr empfangen. Nach einem kurzen Wischer waren sie
wieder da.

Schüsseln auf dem Balkon
Nach dem Urteil des Landgerichts Berlin AZ 63S 66/03 gehört eine nicht fest
installierte Schüssel auf dem Balkon zum vertragsgemässen Gebrauch und ist
als Gegenstand des Nutzers zu betrachten. Anders ist eine fest montierte
Schüssel anzusehen. Sie ist im Gegensatz als fester Teil des Hauses
einzustufen.

Feste und bewegliche Antennen
Bei festen Empfangsschüsseln können die empfangenen Signale zu weiteren
Empfangsstellen verteilt werden. Eine bewegliche Schüssel mit
Motorsteuerung kann nur von einem Benutzer verwendet und gesteuert werden.

Bei Flachantennen ist zu beachten, dass sie entweder für den unteren oder
den oberen Frequenzbereich gebaut sind. Dadurch, dass sie sozusagen eine
Menge LNB eingebaut haben und auf die Frequenz abgestimmt sind, ist ein
Wechsel des Frequenzbereichs laut Sonderheft der SAT Technik von der
Funkschau nicht möglich. In der Praxis bedeutet das die Einschränkung auf
einen Satelliten und nur einen Frequenzbereich. Allerdings habe ich im
Conrad Katalog eine Flachantenne mit einem Frequenzbereich gesehen, der die
oberen und die unteren Frequenzen beinhaltet.

Material der Schüssel
Mit einer Eisen-/ Stahlschüssel hatte ich nach ein paar Jahren ziemlich
viel Rost drauf, daher habe ich dann beim Umbau der Anlage gleich eine
Aluminiumschüssel gekauft. Die funktioniert seit Jahren problemlos. Mit
Kunststoffschüsseln habe ich keine Erfahrung, da hatte ich beim Kauf meiner
Schüssel halt Bedenken wegen der Haltbarkeit mit der Sommerhitze und der
Kälte im Winter. Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen zumailen.

Grösse der Schüssel.
Im deutschen Bereich können 40cm ausreichen zum Empfang. Viele empfehlen
für Einzelanlagen eine 60 cm grosse Schüssel wegen der Empfangsreserven bei
Regen. Für Multifeedanlagen, also Schielhalterungen für mehrere Satelliten
sind 80cm eine gute Wahl. Zu Bedenken ist, dass grössere Schüsseln genauer
ausgerichtet sein müssen, weil bei ihnen der Einfallswinkel kleiner ist als
bei kleinen Schüsseln.

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1.4 LNB

Im LNB werden die Satellitenfrequenzen umgesetzt. Empfangen werden heute im
Hausgebrauch Frequenzen zwischen 10,6 und 12,7 GHz, also Gigahertz. Diese
Frequenzen würden für die Verteilung aber einen kolossalen technischen
Aufwand erfordern. So werden sie um die Frequenz "LOF" reduziert. LOF
bedeutet local oszillator frequency und gibt die LNB interne
Frequenzumsetzung an. Auf den meisten LNB kann man diese LOF aussen
ablesen. Hier ist es erforderlich, etwas auf die Entwicklung einzugehen. Zu
Beginn des Satellitenempfangs für den normalen Haushalt gab es die drei
Astrasatelliten 1A, 1B und 1C. Die LNB und die Receiver waren nur für den
Frequenzbereich ausgelegt. Die LOF war 10 GHZ und die Bandbreite der
Receiver für die umgesetzten Frequenzen reichte von etwa 950 MHz bis 1750
MHz. Mit dem Astra 1D wurde dieser Frequenzbereich gesprengt und es waren
andere LNB und Receiver erforderlich. Die LOF der neuen LNB war 9,75 GHz
und die Bandbreite der Receiver wurde auf ca. 950 MHz bis 2050 MHz
erweitert. Mit der Einführung der digitalen Sendetechnik wurde der
Satellitenfrequenzbereich auf über 11,6 GHz erweitert. Damit wurden auch
wieder neue LNB und Receiver erforderlich. Dabei wurden sogenannte
Frequenzbereiche eingerichtet und zwar der untere Frequenzbereich als low
band und der obere Frequenzbereich als high band. Für die Frequenzen von
10,6 bis 11,6 GHz gilt als LOF 9,75 GHz und für den oberen Frequenzbereich
von 11,6 bis 12,7 GHZ als LOF 10,6 GHz. Ohne Ansteuerung wird der untere
Frequenzbereich verwendet, dadurch funktionieren die bereits installierten
Geräte weiterhin. Soll der obere Frequenzbereich genutzt werden, moduliert
der Receiver ein 22kHz Signal auf das Koaxkabel, das im LNB die
Frequenzumschaltung bewirkt.

1.4.1 LNB Arten

Die Ausgänge der LNB sind eigentlich ein Kapitel für sich. Da gibt es
single, also Einzel LNB. Sie sind vorgesehen für die Nutzung mit nur einem
Gerät. Sollen mehrere Geräte zur gleichen Zeit und unabhängig voneinander
betrieben werden, sind andere LNB erforderlich. Da ist der TWIN LNB als
herkömmlicher LNB mit zwei völlig eigenständigen Ausgängen vorhanden, wobei
zwei Nachbarn oder TV und VCR unabhängig voneinander die Schüssel nutzen
können. Eine andere Art ist der DUAL LNB, der im analogen Bereich zum
Einsatz kommt. An dem einen Ausgang liegen die vertikal polarisierten
Sender an und am anderen Ausgang werden die horizontal polarisierten
Programme herausgeführt. Die beiden Leitungen des LNB werden zu einem
sogenannten Multischalter geführt, von dem aus die weitere Verteilung
erfolgt, indem abhängig von der Receivereinstellung der gewünschte
Multiswitcheingang durchgeschaltet wird. Im analogen Bereich können dabei
hinter einem Multischalter beliebig viele Geräte versorgt werden, da nur
zwei verschiedene Signalebenen existieren. Als nächste Stufe sind für den
digitalen Empfang die Quattro LNB analog zum DUAL LNB zu betrachten. Für
den kompletten Frequenzbereich sind die erforderlich, weil sie je
Kombination vertikal, horizontal und untere Frequenzen, obere Frequenzen
einen Ausgang zur weiteren Verteilung bereitstellen. Aus diesem Grund
braucht ein digitaltauglicher Multischalter zur weiteren Verteilung
mindestens diese vier Eingänge. Neuerdings gibt es Quattro LNB, die mit
Hilfe einer eingebauten Matrix vier eigenständige Ausgänge haben und daher
für einfache Anlagen einen Multischalter überflüssig machen. Meistens
werden sie als Quad LNB bezeichnet.

1.4.2 LNB Ansteuerung

Um dem LNB zu sagen, welches Programm empfangen werden soll, gibt der
Receiver automatisch ein Signal auf das Koaxkabel, das vom LNB kommt. Die
vorher erwähnten vertikalen und horizontalen Polarisationsebenen werden mit
Hilfe eines Gleichspannungssignals vom Receiver ausgewählt. Dabei gilt als
Schwellspannung 15,5 V. Legt der Receiver eine niedrigere Spannung an,
werden die vertikalen Polarisationsebenen empfangen. Für die horizontalen
sendet der Receiver eine höhere Spannung. Üblich sind 14/ 18 V. Zur Auswahl
der Frequenzbänder wird heute in der Regel ein aufmoduliertes
Wechselspannungssignal mit der Frequenz 22 kHz eingesetzt. Ohne dieses
Signal wird der untere Frequenzbereich von 10,6 bis 11,6 GHz ausgewählt und
für den Empfang des oberen Frequenzbandes von 11,6 bis 12,7 GHz werden die
22kHz aufmoduliert.

1.4.3 LNB Übersicht

Bei Händlern, die sowohl Empfangsköpfe mit als auch ohne Feed(-Horn)
anbieten, wird in der Beschreibung zwischen "LNB" und "LNBF" unterschieden.
Der "LNB" hat einen Flansch, an den ein entsprechend im Brennpunkt der
Antenne montiertes Feed-Horn (spezielles Stück Rohr evtl. mit rillen vorne
dran) und ein Polarizer angeschraubt wird. Bei einem "LNBF" ist das ganze
als fest verbundene Einheit integriert (das sind die für Astra/Eutelsat
interessanten LNB). LNBF's haben im 90 Grad Winkel gegeneinander versetzt
eingebaute Erreger, sind daher nur für Signale geeignet, die auf diesen
beiden Ebenen einfallen. Das muss bei einer fest installierten Antenne je
nach Satellit nicht mit dem horizontal/vertikal einer Wasserwaage am
Empfangsort übereinstimmen. Der Winkel, um den der LNBF am Empfangsort zu
verdrehen ist, nennt sich Skew (kann auch mit SMWLINK siehe Installation
ermittelt werden). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird fast nur noch der
Begriff LNB verwendet. LNC für Low Noise Controller wird kaum noch benutzt.

Außer den linear polarisierten Signalen (horizontal/vertikal) gibt es noch
zirkular polarisierte Signale (linksdrehend/rechtsdrehend, oder englisch
als LHC/LC oder RHC/RC abgekürzt). Dieses Abstrahlungsverfahren hat nur
noch bei einem einzigen aktiven KU-Band-Satellit in Europa Bedeutung (Thor
1), und wurde früher z. B. auch beim deutschen TV-Sat verwendet. (Im C-Band
ist die Bedeutung der beiden Verfahren umgekehrt)

Die LNB unterscheiden sich noch in dem Detail der "Ausleuchtzone" bzw. des
f/d-Verhältnisses des verwendeten Parabolreflektors. Bei "ganzen"
Parabolantennen (sog. Prime Focus) muss die Antenne im Elevationswinkel
direkt auf den Satelliten ausgerichtet werden, was bei Astra in München
einen Winkel von um die 35 Grad bedeutet. Weiterhin hängt der LNB exakt
genau in der Mitte des Reflektors und deckt einen Teil davon ab. Da diese
Antennen-Form extreme Witterungsprobleme (Auffangen von Regen, Schnee ...)
bedeutet, werden für den Hausgebrauch Offset-Antennen verwendet. Diese
bestehen aus einem Ausschnitt aus einer (gedachten) ganzen Parabol-Antenne.
Bei Offset-Antennen hängt der LNB unterhalb der Antenne, weiterhin steht
der Reflektor nahezu senkrecht, um besseren Schutz gegen
Witterungseinflüsse zu haben. Der Name Offset-Antenne kommt daher, dass die
Antenne um einen bestimmten Versatz tiefer ausgerichtet werden muss, als
der gewünschte Satellit steht. Alle LNB mit integriertem Feed sind für die
Verwendung in Offset-Antennen geeignet. (LNB mit Flansch und passende
Prime-Focus Feeds werden nur von Händlern angeboten, die auch größere
Parabolantennen, z. B. 1,80 Meter anbieten)

zum Inhaltsverzeichnis

LNB[F] mit *einem* Anschluss

(Auf einige LNB wird aufgrund ihrer geringen Bedeutung nicht näher
eingegangen, sie werden der Vollständigkeit halber aufgeführt) LNB[F] mit
einem Ausgang sind grundsätzlich nur für die direkte Verwendung mit einem
Receiver geeignet

C-Band LNB mit externem Polarizer und Feed
C-Band LNBF (eingebauter Polarizer für linear)
Single LNBF (10 GHz Local Oscillator)
     Diese Sorte LNBF ist für den Empfang des Bereichs von 10,95 GHz bis
     ca. 11,8 GHz gedacht, und wurde vor der Einführung des Astra-1-D
     Unterbands (10,7 GHz bis 10,95 GHz) eingesetzt, um Astra-1-A, B und D
     zu empfangen. (Schaltspannung 13/18 Volt für Umschaltung
     vertikal/horizontal) (nicht für Neuanlagen zu gebrauchen)
Single LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
     Dient dem Empfang des (vorrangig analogen) Bandes von 10,7 GHz bis
     11,8 GHz. (Schaltspannung 13/18 Volt für Umschaltung
     vertikal/horizontal)
Single Universal LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz L.O.)
     Dient dem Empfang des kompletten (analogen und digitalen) KU-Bandes
     zwischen 10,7 GHz und 12,75 GHz ,(Schaltspannung 13/18 Volt für
     Umschaltung vertikal/horizontal),(Schaltsignal 22 KHz an/aus für
     Umschaltung Oberband/Unterband)
"Telecom" LNBF
     Dient dem Empfang der Programme des französischen Telecom-Systems auf
     5 Grad West. (Schaltspannung 13/18 Volt für Umschaltung
     vertikal/horizontal) (nicht für Neuanlagen zu empfehlen, stattdessen
     Single Universal nehmen)
Monoblock Universal LNBF
     Ersetzt in einem Gehäuse eine Kombination aus zwei Universal-LNBF (und
     einem DiSEqC-Schalter) für den Empfang von 2 Sat-Positionen, die einen
     Abstand von 6 Grad haben (z. B. Astra 19,2 Grad Ost und Eutelsat Hot
     Bird 13 Grad Ost). Diese LNBF sind aber nur für eine Bauform und
     Grösse einer Schüssel abgestimmt.
Quattro-Band LNB (und passender Polarizer und Feed)
     Wird in einer drehbaren Anlage (und je nach Feed in einem Prime-Focus-
     Reflektor) verwendet.

LNBF mit zwei Anschlüssen

Dual LNBF (10 GHz Local Oscillator)
     (nicht für Neuanlagen zu empfehlen, da nur für den unteren
     Frequenzbereich einsetzbar).
Dual LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
     Dient dem Empfang des (analogen) Bereichs 10,7 GHz bis 11,7 GHz, hat
     einen festen Ausgang für vertikale und einen festen Ausgang für
     horizontale Ebene. (für Multischalter mit zwei oder mehr Eingängen
     geeignet) (auch für billige Multischalter, die nicht immer konstant 13
     Volt am einen und 18 Volt am anderen Eingang liefern, geeignet; mit
     Twin LNBF würde es im Umschaltmoment Störungen anderer Teilnehmer
     geben)
Twin LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
     Dient dem Empfang des (analogen) Bereichs 10,7 GHz bis 11,7 GHz für
     direkten Anschluss zweier Receiver, die unabhängig voneinander H./V.
     auswählen können. (mit ausdrücklich "Twin tauglich" markiertem
     Multischalter auch in Verteilanlage zu gebrauchen)
Twin Wideband LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
     Dient dem kompletten (analogen und digitalen) Empfang des KU-Bands
     (10,7 GHz bis 12,75 GHz). Bei diesem Spezial-LNBF werden von der
     Antenne zur Inneneinheit nur 2 Kabel benötigt (da jeweils eine
     Polarisationsebene am Stück umgesetzt wird, also Unter- und Oberband
     durchgehend am Stück von 950 MHz bis 2150 MHz). Im Haus wird das
     Unter- und Oberband dann noch mal auf den üblicherweise von Universal
     Quattro LNBF's kommenden Frequenzbereich umgesetzt, um dann über einen
     Multischalter an alle Teilnehmer verteilt zu werden. Statt dieses
     Spezial-LNB ist besser der Twin Universal einzusetzen.
Twin Universal LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
     Dient dem kompletten (analogen und digitalen) Empfang des KU-Bands
     (10,7 GHz bis 12,75 GHz) mit direktem Anschluss von zwei Receivern.
     (jeder Receiver kann zwischen den vier Ebenen U.H./U.V./O.H./O.V.
     getrennt wählen) (mit ausdrücklich als "Twin Universal tauglich"
     verkauftem Multischalter auch in Verteilanlage zu gebrauchen;
     Multischalter muss 22 KHz Signal zum LNB hin filtern, sonst kann es im
     Umschaltmoment zu Störungen anderer Teilnehmer kommen)

LNBF mit vier Anschlüssen

Universal Quattro LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
     Dient dem kompletten (analogen und digitalen) Empfang des KU-Bands
     (10,7 GHz bis 12,75 GHz) und hat vier feste Ausgänge, auf denen die
     vier Ebenen (U.H./U.V./O.H./O.V.) getrennt heraus kommen. Diese
     Version ist nur für die Verwendung mit nachgeschaltetem Multischalter
     geeignet, über den dann alle Teilnehmer jede der vier Ebenen auswählen
     können.
Universal Quad LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
     empfängt das volle Ku-Band von 10,7 bis 12,75 GHz und hat dank
     eingebauter Matrix (Multischalter) vier eigenständige Ausgänge.

LNBF mit acht Anschlüssen

Universal LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
     Wird auch octo genannt und dient dem kompletten (analogen und
     digitalen) Empfang des KU-Bands (10,7 GHz bis 12,75 GHz). Mit acht
     Ausgängen, bei denen getrennt voneinander jeweils der Receiver eine
     aus den vier Ebenen auswählt. Diese Version ist nur für den direkten
     Anschluss von maximal acht Receivern geeignet.

Mini Kopfstation

Disicon LNB
     Ist eine Möglichkeit, mit einem einzigen Koaxkabel mit Hilfe eines
     Frequenzversatzes die Signale an mehrere Benutzer weiterzuleiten.
     Allerdings können nur die Frequenzen von 11800 bis 12750 MHz
     verarbeitet werden.

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1.5 Receiver

1.5.1 Analogreceiver mit Beispiel zur Frequenzermittlung

Diese Receiver haben häufig keinen automatischen Sendersuchlauf. Sie werden
meist "schon ab Werk programmiert" ausgeliefert. Wenn man aber lieber eine
gewisse Ordnung für die Belegung der Programmplätze will, dann empfiehlt
sich das eigene Programmieren. Dazu gibt es dann im Videotext von SAT.1
derzeit auf den Seiten ab 885 die Frequenztabellen für Astra 19,2 Grad Ost.
Unterschiedlich ist hier die Programmierung. Manche Receiver bieten in
einem Menü die Eingabe der Satellitenfrequenz an, während man bei anderen
die Zwischenfrequenz eingeben muss. Diese Zwischenfrequenz muss man nämlich
erst ermitteln. Dazu zieht man die LOF Frequenz von der Sendefrequenz des
Satelliten ab und erhält die benötigte Zwischenfrequenz für den Receiver.

Beispiel:

Sat 1 sendet auf 11,288 GHz. Nun ziehen wir für unser LNB 9750 MHz ab und
erhalten die Zwischenfrequenz für den Receiver mit 1538 MHz. Diese Frequenz
geben wir nun dem Receiver an, ebenso wie die Polarisationsebene. Dazu muss
üblicherweise das Tonseitenband definiert werden. Bei den meisten Astra
Sendern ist das 7,02 und 7,20 für den Stereoton. Bei einigen analogen
Sendern auf Eutelsat Hotbird muss hier mono und 6,6 für den Ton eingestellt
werden. Nach dem Abspeichern ist der Sender programmiert.

Manche Receiver sind als sogenannte TWINreceiver konzipiert. Das bedeutet,
dass zwei Kabel zugeführt werden müssen und das Gerät gleichzeitig zwei
verschiedenene Programme bieten kann. Zweckmässig ist das vor allem bei
gleichzeitigem Anschauen eines und Aufnehmen eines anderen Programms. Oder
eines über Scart und ein Anderes über den später unter spezielle Methoden
erwähnten HF-Modulator im Kinderzimmer anschauen. Im analogen Betrieb wird
der grosse Frequenzbereich eines Transponders von einem Fernsehprogramm
belegt. Auf sogenannten Ton Seitenbändern wird der Ton dazu in mono oder
stereo abgestrahlt. Analoge Radioprogramme werden hier zusätzlich auf
weiteren Seitenbändern abgestrahlt. Die Qualität ist schon sehr gut. Sender
wie Eurosport nutzen diese Ton Seitenbänder auch dazu, den Fernsehton in
verschiedenen Sprachen abzustrahlen. Indem man hier also das entsprechende
Tonseitenband auswählt, bestimmt man die Sprache, die man dann in mono zum
Programm hört.

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1.5.1.1 Analoger Radiobetrieb

Bereits erwähnt wurde, dass der TV Ton oder der Radioton auf sogenannten
Seitenbändern gesendet wird. Dabei muss man trennen nach Stereo und Mono
Ton. Den Stereoton kann man schon bei Frequenzangaben erkennen, weil dabei
immer ein Frequenzenpaar angegeben wird wie zum Beispiel 7,02 und 7,20. Das
bedeutet im normalen Fall den Stereoton eines analogen TV Programms. Manche
Sender haben den Ton auch noch historisch gewachsen zusätzlich bei 6,5 bis
6,65. Zusätzliche Radioprogramme werden in der Regel hinter dem TV Ton
positioniert. Der Abstand beträgt meist 0,18 so ergibt sich 7,38, 7,56
usw..

Soll nur der Radioton empfangen werden, so haben verschiedene Receiver die
Möglichkeit, das Bild dunkel zu schalten. Empfehlenswert ist jedoch die
folgende Lösung: Eine Verbindung von den Cinch (RCA) Buchsen zum Verstärker
der HiFi Anlage und nur den Receiver mit dem Radioprogramm und den
Verstärker mit dem entsprechenden Eingang betreiben. Bei unserer Anlage hat
der SCART Schalter auch Cinch Buchsen und so stellte ich nur von dort eine
Verbindung zum Verstärker her.

1.5.2 Digitalreceiver

Hier haben wir noch ein ziemlich neues Gebiet. Nachdem viele die Begriffe
Pay TV und Digitalfernsehen durcheinander geworfen hatten, dauerte es sehr
lange, bis die Hersteller und TV Anstalten sozusagen mit einem Standard auf
den Markt kamen. Pay TV gibt es schliesslich analog genauso. Der
Unterschied zum Free TV ist einfach, dass Pay TV codiert wird.
Digitalreceiver haben teilweise die Einrichtung für Pay TV, worauf ich hier
aber nicht eingehen werde. Da fehlen mir auch die Kenntnisse. Wohl die
meisten Digitalreceiver haben automatischen Sendersuchlauf sowohl für den
ganzen Frequenzbereich als auch für nur einen Transponder. In speziellen
Fällen kann sogar ein einzelner Sender gezielt einprogrammiert werden wenn
z.B. bei Euronews auf Hotbird mehrere Audio PID mit jeweils einer Sprache
zur Verfügung stehen. Dabei wird dann das Programm z.B. mit der deutschen
Sprache eingestellt.

Bei Digitalreceivern kommt eine neue Eigenschaft dazu. Die meisten oder
vielleicht sogar alle haben die Möglichkeit, neue Versionen ihrer
Betriebssoftware mit Hilfe eines PC einzulesen. So habe ich bei unserem
Radix Epsilon 2 AD schon mehrmals eine neue Version eingelesen. Diese hatte
schon zusätzliche Funktionen gegenüber der Version beim Kauf. So kann man
hier an der Weiterentwicklung der Geräte teilhaben, ohne ein neues Gerät
kaufen zu müssen. Allerdings kann es auch passieren, dass die neue Version
Fehler hat und man wieder auf die alte Version zurückgeht. Daher bewahre
ich mir in einem solchen Fall die alte Version am PC auf.

Derzeit kommen neue Digitalreceiver auf den Markt, die bereits MHP (
Multimedia Home Platform) / Open Tv/ FUN Tv bedienen können. Das ist der
zwischen den grossen Fernsehanstalten und Geräteherstellern abgestimmte
Standard, mit dem verschieden Dienste wie EPG vereinheitlicht und in ihrem
Funktionsumfang stark erweitert werden.

1.5.2.1 Digitaler Radiobetrieb mit MPEG2 Standard

Digitale Radiosender im DVB Format werden von den mir bekannten
Digitalreceivern als solche erkannt und liefern nur ein "Schwarzbild".
Teilweise werden wie bei Les Radios Pakete gesendet, die ich bei meinem
Receiver dann einzeln programmieren muss. Dabei müssen im sogenannten
manuellen Suchlauf die Satellitenfrequenz und die Detaildaten bis auf
Audio-PID und Video-PID jedes einzelnen Radioprogramms eingegeben werden.
Bei der Menge von Sendern ist es bestimmt sinnvoll, sich ein paar
Lieblingssender auszusuchen und in der Programmliste vorne zu
positionieren. Auf diese Weise kann man an der digitalen Anzeige des
Receivers den Sender erkennen. Sonst müsste man den TV Apparat einschalten,
nur um in der Programmliste den gerade gehörten Sender zu erkennen. Der
spezielle ADR Modus wird später behandelt.

1.5.2.2 Software update aus dem Internet

Viele Digitalreceiver haben z.B. eine RS232 Schnittstelle, über die in
Verbindung mit einem PC eine neue Betriebssoftware in den Receiver geladen
werden kann. Die Software kann in Form von Dateien von einem Datenträger
oder aus dem Internet bezogen werden. Einige Anbieter von Receivern haben
dazu Webseiten eingerichtet und pflegen diese mehr oder weniger
zuverlässig. Meist ist es auch erforderlich, ein Kabel mit den nötigen
Steckern zu verbinden, damit der Transfer ermöglicht wird. Dabei fällt mir
auf, dass in der Zwischenzeit erfreulicherweise wohl mehrere Hersteller das
gleiche Kabel einsetzen, das sogenannte Nullmodemkabel.

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1.5.3 Digital und Analog TV Vergleich

Der Kostenvergleich zeigt eindeutig die Vorteile des digitalen Betriebs.
Kann im analogen Betrieb ein Transponder einen Sender aufnehmen, werden
heute im digitalen Betrieb schon mehrfach zehn Sender im gleichen
Frequenzbereich untergebracht. Die Qualität der digitalen Verbreitung hängt
stark von der Belastung der einzelnen Transponder ab. Je mehr Sender sich
in einen Frequenzbereich teilen müssen, umso schlechter wird die Qualität.
Den elektronischen Programmführer EPG kenne ich bisher nur vom digitalen
Fernsehen. Allerdings hängt der Nutzen sehr stark davon ab, wie engagiert
die Sender den EPG füttern und was die Receiver davon anbieten. Hier wird
sich der wirkliche Nutzen erst bei weiterer Verbreitung zeigen.

Auswirkungen von nachlassender Qualität im digitalen Bereich: Reicht die
Empfangsqualität nicht aus, so äussert sich das häufig in kleinen bunten
Rechtecken auf dem Bildschirm. In der nächsten Stufe kommen
"Digitalaussetzer". Dabei bleibt das Bild stehen und je nach dem fällt auch
noch der Ton aus. Wird die Empfangsqualität noch schlechter, zeigt der
Receiver nur noch als Beispiel "Kein Signal" auf dem Bildschirm.

Zeitweise genügt die Empfangsqualität nicht, um den Videotext richtig
dekodieren zu können. In dem Fall funktioniert in der Regel der Videotext
bei den parallel analog gesendeten Programmen einwandfrei.

1.5.4 Vergleich Kabel- und Satellitenempfang

Oft steht jemand vor der Frage, ob er sich für "das Kabel" oder für
Satellitenempfang entscheiden soll. Hier muss man heute bereits trennen, ob
unter Kabel die analoge oder die digitale Verbreitung der Signale
betrachtet werden soll.

Analoger Betrieb
Wenn einem wenige Programme genügen, die Begeisterung für Gerätebedienung
sich in engen Grenzen hält und mehrere Geräte mit nur einer Leitung zu
versorgen sind, ist Kabel vorzuziehen. Will man jedoch viele Programme und
neue sofort empfangen ohne erst die Umstellung durch den Kabelbetreiber
abzuwarten, spricht dies für die Satelliten. Dabei spielt es fast keine
Rolle, ob beim Satellitenempfang der analoge oder digitale Betrieb in Frage
kommt, weil die Gerätschaften bei neuen Anlagen ausser dem Receiver und
Multischalter gleich sind. Digitalreceiver sind heute noch teurer als
Analogreceiver und bei Verteilung von Signalen mehrerer Satelliten an mehr
Telnehmer sind auch die Multischalter teurer.

Digitaler Betrieb
Hier muss der "Standardkunde der Telekom" umdenken. Ab jetzt braucht er
nämlich genauso wie der Satellitennutzer sogenannte Set-Top-Boxen. Und zwar
für jeden Empfänger eine. Während der Satellitennutzer im Free Tv Betrieb
schon aus einer Anzahl von Receivern wählen kann, ist der Kabelnutzer auf
die teure d-Box fixiert. Die Telekom will digitale Signale so
verschlüsseln, dass sie ausschliesslich von der d-Box empfangen werden
können. Sollen in einer Wohnung die Signale von einem Receiver noch weiter
(ins Kinderzimmer) geleitet werden, so geht das mit einem Receiver mit
Modulator bei Satellitenbetrieb. Die d-Box hat keinen Modulator, sodass im
Kinderzimmer noch eine d-Box erforderlich ist. Einzige Möglichkeit ist die
unter 1.12.1 beschriebene Methode.

1.6 Programme

Für den deutschen Bereich bringt Astra 19,2 Grad die öffentlich rechtlichen
Sender der Bundesrepublik und auch fast alle dritten Programme. Nun senden
die dritten Programme bereits bis zu vier gleiche Programme, und nur "das
lokale Fenster" wird unterschiedlich behandelt. Zusätzlich werden alle
privaten (durch Werbung finanzierte)Programme ebenfalls hier ausgestrahlt.
Durch die billigere Verbreitung mit digitaler Sendetechnik bieten dort die
öffentlich rechtlichen Sender noch mehr Programme als im analogen Modus.
Weitere Programme sind die ganzen sogenannten Privaten. Von den
Eutelsatsystemen ist für den Hausgebrauch die Position 13 Grad Ost die
interessanteste. Dort sind einige deutsche Programme und sonst aus ganz
Europa und auch Afrika Sender vertreten. Darf ich hier nur die Länder
nennen, die mir gerade so einfallen. Grossbritannien, Frankreich, Spanien,
Italien, Polen, Bulgarien, Ungarn, Kroatien, Griechenland, Türkei und jede
Menge arabische Länder sind vertreten. Zusätzlich werden aber auch mehrere
asiatische Programme gesendet.

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1.7 Radio ADR, analog und digital

Schon zu Beginn der Ausstrahlung von analogen Fernsehprogrammen wurden auch
auf den Tonseitenbändern analoge Radioprogramme ausgestrahlt. Dann kam der
bayerische Rundfunk auf die Idee, teuere Richtfunkstrecken zur Versorgung
seiner einzelnen Sender einzusparen und führte eine spezielle digitale
Abstrahlung seiner Radiosender unter dem Begriff ADR ein. Der Astra
Betreiber SES schaltete schnell und bot das Verfahren als Astra Digital
Radio an und so war in Europa das "digitale Radio" erfunden. Allerdings
braucht man ein eigenes Gerät zum ADR Empfang. So fehlte ADR die Akzeptanz
zum grossen Durchbruch. In der Zwischenzeit wurde der sogenannte DVB
Standard eingeführt und von den meisten Sendern übernommen. Nachdem ADR
fast ausschliesslich in Deutschland und der Schweiz zum Einsatz kommt und
die Versuche mit Pay Radio fehlschlugen, gibt es heute schon mehr digitale
DVB Radioprogramme in Europa als ADR Programme. ADR ist nach dem Verfahren
MPEG2/ Layer2 komprimiert. DVB wird laut Jan Lenz auch nach dem Verfahren
MPEG2/ Layer 2 komprimiert, allerdings teilweise sogar mit höheren
Bitraten.

Radioempfang
Die Satellitenreceiver haben in der Regel Cinch (RCA) Buchsen für den
Tonausgang. Diese beiden Buchsen für links und rechts sind mit einem
Verstärkereingang der Stereoanlage zu verbinden. Zum Betrieb stellt man am
Satellitenreceiver den gewünschten Sender ein und hört den Ton über den
Verstärker wie bei anderen Tonquellen z.B. CD oder Kassette.

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1.8 Installation

Die Schüsseln können auf einem Dach ebenso wie am Boden installiert werden.
Eine Installation unter einem Hausdach scheint in den meisten Fällen keinen
Erfolg zu bringen. Aus eigener Erfahrung stelle ich fest, dass eine Markise
über der Schüssel den Empfang nicht merklich beeinträchtigt. Wichtig ist
nur die freie Sicht in dem "Fenster", das auf den zu empfangenden
Satelliten zeigt. In letzter Zeit habe ich von mehreren Fällen erfahren,
bei denen der Empfang hinter einer Glasscheibe funktioniert. Bei einer
Installation ist die Schüssel unter dem Dach mit Sicht durch eine
Plastikfensterscheibe. Dazu ist auf meiner homepage unter Photo ein
Beispiel abgelegt. Von einem anderen FAQ Leser habe ich erfahren, dass er
im Wohnzimmer hinter einer Isolierverglasung guten Empfang hat. Hier können
die Unterschiede bei Verglasungen eine Rolle spielen. Viele
Isolierglasscheiben sind ja mit Metallschichten bedampft. Unter Umständen
findet sich die Erklärung in diesen Unterschieden, dass der Empfang mal
hinter Glas klappt und mal nicht. Auf meiner homepage unter Photos habe ich
ein Beispiel von einer Schüssel unter Dach, das ich bekommen habe.

Ein Beispiel zum Suchen der Satellitenposition mit der Schüssel:
Es soll das Astra Satellitensystem auf 19,2 Grad Ost empfangen werden. Bei
meiner Installation habe ich den Kompass nach Süden gerichtet und die
Schüssel etwa 19 Grad nach Osten gedreht. Das ist der Azimutwinkel, während
die Höheneinstellung mit dem Elevationswinkel vom Standort abhängt. Der
Elevationswinkel muss in Tabellen nachgesehen werden und ist zum Beispiel
für München bisschen mehr als 34 Grad. An den meisten Schüsselhalterungen
ist eine grobe Winkelskala angebracht, die zur ersten Einstellung
ausreicht. Zu beachten ist die senkrechte Stellung der Drehachse der
Schüssel. Nach der Montage der Schüssel schliesst man den LNB mit einem
doppeltgeschirmten, sattauglichen Koaxkabel an den Receiver an. Wichtig ist
unter Umständen, dass am sogenannten F-Stecker der Stift in der Mitte nicht
verbogen und so beim Zusammenstecken kein Kurzschluss erzeugt wird.

Achtung: Die F-Stecker sind vor Wasser zu schützen. Wird das unterlassen,
fallen meist nach ein paar Jahren einer oder mehrere Sender aus, bis kein
horizontal polarisierter Sender mehr empfangen wird. Dann hat die Korrosion
zugeschlagen. Zur Abhilfe sollte man die Stecker lösen, reinigen, mit Fett
versehen und nach dem Verschrauben vor Feuchtigkeit schützen.

Die exakte Einstellung der Schüssel habe ich mit einem Satfinder für DM
50.- vorgenommen. Der wird zwischen LNB und Receiver angeschlossen und
zeigt beim Drehen der Schüssel durch den Maximalausschlag die optimale
Einstellung an. Manchmal bringt das Verschieben des LNB innerhalb seiner
Halterung zur oder von der Schüssel noch eine etwas höhere Feldstärke. Als
kleiner Zusatzhinweis sei gesagt, dass die genaue Einstellung bei grossen
Schüsseln noch wichtiger ist als bei kleinen Schüsseln. Der Grund ist der
kleinere Öffnungswinkel bei grossen Schüsseln. Manche Spezialisten
empfehlen für die genaue Einstellung der Schüssel ein nasses Tuch über dem
LNB, weil dann nur schwache Signale empfangen werden können.
Zur Einstellung einer Multifeedschüssel folgende Betrachtung:
Für meine Schüssel mit Astra 19,2 Grad und Eutelsat 13 Grad gibt das SMW
Programm für eine Astra Schüsseleinstellung diese Effizienz an. Am focal
point 65% und am non-focal point 36%. Unter diesen Gesichtspunkten ist nur
logisch, dass ich meine Schüssel zur Mitte zwischen den beiden ausgerichtet
habe und beide LNBs sozusagen gleich schielen lasse.

Hinweis zur Ermittlung der Winkel:
Der Azimutwinkel ist in unseren Gefilden für den Satelliten, auf dessen
Längengrad man sitzt, direkte Südrichtung bzw. 180 Grad. Bei SMW in
Schweden gibt es eine schöne, freie Software zum Berechnen der Winkel (und
auch der Energiebilanz, insofern alle nötigen Werte der Anlage vorliegen).

Ist unter http://www.smw.se/smwlink/smwlink.htm zu finden.

(Hinweis dazu: Longitude ist auch als Längengrad, Latitude als Breitengrad
bekannt) Ein weiteres Hilfsmittel ist allerdings in englisch zu finden
unter:

//perso.numericable.fr/~gjullien/satellite.htm

Diesen Link habe ich von Marc erhalten

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Wohin mit der Schüssel?
Viele montieren einfach aus Gewohnheit die Schüssel auf das Dach an einen
Mast. Dabei sind Windlast, Erdung, Kabeldurchführung durch das Dach usw. zu
beachten. Zusätzlich zu bedenken ist für spätere Zeiten die Erreichbarkeit
bei Messungen oder LNB Wechsel. Andere ersparen sich die Windlastprobleme
und die Frage der Erdung und bauen die Schüssel in einen Balkon oder an
eine Mauer. Hier kommt die gute Erreichbarkeit zum Zuge, wenn bei starkem
Schneefall in der unteren Schüsselhälfte so etwa zehn Zentimeter Schnee
liegen, dann ist in der Regel der Empfang gestört. Mit der Hand kurz den
Schnee wegwischen und der Empfang ist wieder in Ordnung. Zur Frage der
Erdung auf dem Dach reicht die übliche Erdung des Mastes. Für den Balkon
gibt es noch eine Möglichkeit, die Schüssel gegen Blicke von aussen zu
verbergen. Dazu wird die Schüssel umgedreht und sozusagen auf den Boden
gelegt. Gegen das sich eventuell sammelnde Regenwasser hilft dann an der
tiefsten Stelle ein kleines Loch. Auf die Empfangsqualität wirkt sich das
kleine Loch nicht negativ aus.

Erdung der Schüssel
Laut Bernhard Krieg: Technik des Satellitenempfangs: (Elektor Verlag 1993)
Zitat Start-
Eine Erdung ist nicht erforderlich bei:
Zimmerantennen
Antennen, die ins Gerät eingebaut sind
Aussenantennen, die mindestens 2m unterhalb der Dachkante montiert sind und
höchstens 1,5m über die Aussenfront ragen
Antennen unter der Dachhaut
Zu beachten ist, dass eine vorschriftsmäßig geerdete Antennenanlage KEIN
ERSATZ für eine BLITZSCHUTZANLAGE nach DIN 57 185 Teil 1 und Teil2 , VDE
0185 Teil 1 und Teil 2 ist.
Zitat Ende-

Einstellung der DiSEqC Schalter:
Bei DiSEqC Schaltern ist manchmal auf der Seite ein Schiebeschalter zu
finden. Da lauten die Einstellungen DiSEqC, Ton Burst oder 22 kHz. Die
22kHz können in "analogen" Systemen verwendet werden, in denen nur der
untere Frequenzbereich genutzt wird. Bei Universal LNB werden diese 22kHz
benötigt, um die Frequenzbereiche zu selektieren. Das Ton Burst Signal
findet in Anlagen Verwendung, bei denen der Receiver kein DiSEqC versteht
und nur die Vorstufe Ton Burst liefert. Also bleibt für die heutigen
Anlagen mit Satellitenauswahl nur die DiSEqc Einstellung. Mit dieser
Einstellung sollte aus Gründen der Zeitdauer nach Möglichkeit mal mit der
manuellen Suchwahl ein Transponder abgesucht werden. Bietet der Receiver
die DiSEqC Einstellungen A bis D an, so ist häufig ein Satellit mit A und
der andere Satellit mit D bezeichnet. Mit älterer Software gab es zum
Beispiel auch die Einstellungen von 1 bis 16. Da galt dann für die vier
Ebenen des ersten Satelliten 1 bis 4 und für die vier Ebenen des anderen
Satelliten 12 bis 16. Die vier Ebenen sind zu verstehen als unteres
Frequenzband horizontal - unteres Frequenzband vertikal - oberes
Frequenzband horizontal - oberes Frequenzband vertikal.

1.8.1 Sender einstellen

Einstellung analoger Sender
Die meisten Analogreceiver werden "vom Werk vorprogrammiert" ausgeliefert.
Allerdings ergeben sich immer wieder Änderungen bei den Sendern, sodass
unweigerlich auch einmal ein Sender selbst "programmiert" werden muss.
Allerdings gibt es bei den Geräten so viele Unterschiede, dass hier nicht
im Detail darauf eingegangen werden kann. Dazu muss die Bedienungsanleitung
herhalten. Prinzipiell muss dem Receiver die Satelliten- oder
Zwischenfrequenz des Senders angegeben werden. Ein Beispiel zur Ermittlung
der Zwischenfrequenz ist im Kapitel Installation beschrieben. Ausser der
Frequenz muss noch eingegeben werden, ob das Programm horizontal oder
vertikal gesendet wird. Dann noch Stereo oder Mono und die
Seitenbandfrequenz für den Ton. Bei Mono ist dies eine Frequenz und bei
Stereo ein Frequenzenpaar. Falls der Sender aus dem oberen Frequenzband
über 11,7 GHz empfangen wird, muss das 22kHz Signal aktiviert werden. Bei
mehreren Satelliten muss entsprechend den Möglichkeiten des Receivers noch
das DiSEqC Signal eingestellt werden. Danach bitte nicht das Abspeichern
vergessen, sonst war die Mühe bei vielen Receivern vergebens.

Einstellung digitaler Sender
Digitale Receiver verfügen wohl alle über eine Suchlaufautomatik.
Allerdings existieren auch hier viele Unterschiede. Der eine Suchlauf spürt
automatisch alle Sender eines Satelliten auf. Bei manchen Receivern muss
dieser Suchlauf für jede Polarisationsebene und beide Frequenzbänder
durchgeführt werden. Als alternative Lösung wird ein Suchlauf für einen
Transponder (hier ein Senderpaket) angeboten. Auch manuell kann ein
Suchlauf für einen Sender gestartet werden. Hier muss Sendefrequenz,
Polarisationsebene, 22kHz Signal beim oberen Frequenzband, eventuell das
DiSEqC Signal und die Video- sowie Audio- PID angegeben werden. Generell
muss hier der Blick in die Bedienungsanleitung empfohlen werden, weil fast
jeder Receiver anders zu bedienen ist.
Die Video- und Audio-PID ( Programmidentifikation) kennzeichnen den Sender
innerhalb eines Bouquets, also eines Pakets. Zusätzlich existieren noch die
Identifikationen NID, PCR, SID und TID. Diese Id's werden meist unterhalb
der Bedieneroberfläche von den Digitalreceivern verarbeitet und können gar
nicht von uns gelesen oder eingegeben werden. Zur Vollständigkeit habe ich
sie bei den Abkürzungen am Ende der FAQ abgelegt.

1.8.2 Sendertabellen

Bei Kristian Fischer kann man sich Sendertabellen suchen lassen und als
Datei zum Weiterverarbeiten abholen. Als Suchbegriff zum Beispiel einen
Stern (*) eingeben und als Ausgabe eine csv Datei wählen. Die lässt man
sich dann übertragen und kann sie mit Excel wie gewohnt bearbeiten. Der
Link findet sich am Ende der Faq bei den anderen Links. Ausserdem sind auch
noch Links zu anderen Sendertabellen wie zum Beispiel Lyngsat.

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1.9 Verteilung

Für einzelne Empfänger mit einem single LNB stellt sich natürlich keine
Frage bei der Verteilung. Hier wird das Kabel vom LNB direkt zum Receiver
geführt. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, die Verbindung
über normale Rohre in der Wand zu verlegen. Wenn nun mit Hilfe der
Signalzuführung der vorhandenen terrestrischen Leitung beide Signale in
einem Kabel geführt werden, erfolgt der Anschluss des Receivers von einer
speziellen Sat-Anschlussdose, in der die Signale für das Tv-Gerät und den
Receiver wieder getrennt werden. Bei längeren Leitungen kann man eventuell
das Bild verbessern, indem ein sogenannter Inlineverstärker dazwischen
gesteckt wird. Das ist wie eine kleine Röhre, in der ein Miniverstärker mit
dem benötigten Strom von der Gleichspannung des Receivers versorgt wird.
Dazu wird das Kabel möglichst nahe der Schüssel aufgetrennt und über
F-Stecker der Verstärker angeschraubt.TWIN Receiver mit TWIN LNB werden
auch direkt verbunden ebenso die Quad LNB.

Nun erst ein Hinweis wegen der teilweise irreführenden Verwendung des
Begriffs analoger Bereich. Mancher bezeichnet den unteren Frequenzbereich
als analogen Bereich. Die Eutelsat Hotbird Satelliten auf 13 Grad Ost zum
Beispiel senden analoge Programme auch im oberen Frequenzbereich, daher
trenne ich strikt zwischen analogem Bereich und Frequenzbereich. Im unteren
Frequenzbereich ist es relativ einfach, mehrere Receiver zu versorgen.
Dabei kommt für nur einen Satelliten ein Dual LNB mit Multischalter zum
Einsatz. Dieser LNB hat zwei Ausgänge, wobei einer die vertikal
polarisierten Programme führt und der andere Ausgang die horizontalen
Programme. Der Multischalter hat z. B. zwei Eingänge und vier Ausgänge und
kann somit vier unabhängige Anwender versorgen. Die Eingänge sind jeweils
für die vertikal polarisierten bzw. für die horizontal polarisierten
Transponder. An den Ausgängen wird entsprechend der vom Receiver
gelieferten Gleichspannung die Polarisationsebene ausgewählt. Für weitere
Nutzer können noch zusätzliche Multischalter angeschlossen werden. Das
nennt man dann kaskadieren. Zu beachten ist hier, dass Multischalter
verwendet werden, die Signale vom Receiver einfach durchleiten. DiSEqC
Multischalter setzen die H/ V bzw. 22kHz teilweise in DiSEqC Signale um,
die dann von den LNB für den unteren Frequenzbereich nicht verstanden
werden.

Wurde bisher auschliesslich im unteren Frequenzbereich mit zwei Satelliten
gearbeitet, so kam meist ein 22kHz Schalter zum Einsatz, um vom Receiver
aus die Auswahl der Satelliten zu steuern. Eine andere Art der
Satellitensteuerung ist auch heute noch teilweise die mit einem 0/ 12 Volt
Schalter. Nach der Einführung der Universal LNB für beide Frequenzbereiche
wurde das 22 kHz Signal dafür verwendet, die beiden Frequenzbereiche
anzusteuern. Daher benötigt man eine andere Methode, um zwischen mehreren
Satelliten auszuwählen. Die Lösung heisst hier DiSEqC. Das ist ein System
mit mehreren Ausbaustufen, die allerdings mit dem Begriff Version z.B. 1.0
bezeichnet werden. Abhängig davon, wie komplex die Anlage aufgebaut ist,
benötigt man leistungsfähigere Systeme.

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Für die verbreiteten Astra und Eutelsat Multifeed Anlagen genügt die
Version 1.0. Für einen Satelliten mit analogem und digitalem Empfang
braucht man zur Versorgung mehrerer Teilnehmer ein Universal Quattro LNB.
Vorsicht, da dieser Begriff aufgeweicht ist. So wird ein LNB mit vier
Ausgängen

   * - unterer Frequenzbereich vertikal
   * - unterer Frequenzbereich horizontal
   * - oberer Frequenzbereich vertikal
   * - oberer Frequenzbereich horizontal

als Universal Quattro LNB bezeichnet. Daneben  gibt es aber auch Universal
Quattro LNB, die ebenso wie die Universal TWIN LNB völlig eigenständige
Ausgänge haben, nur eben vier an der Zahl. Jetzt hängt die Auswahl vom
Verwendungszweck ab. Bis zu vier Teilnehmer genügt das zweitere Universal
Quattro LNB, das man dann als mit eingebauter Matrix bezeichnet. Diese LNB
mit eingebauter Matrix nennt man heute meist Quad LNB. Bei mehr Teilnehmern
braucht man einen Multischalter. Für einen Satelliten werden dann die vier
Ausgänge des Universal Quattro LNB gemäss der Beschriftung mit dem
passenden Multischalter verbunden. Für Mehrteilnehmer Anlagen mit Astra und
Eutelsat gibt es Multischalter mit acht bzw. neun Eingängen. Da werden die
Ausgänge der beiden Universal Quattro LNB gemäss der Beschriftung aber
getrennt nach Satellit A oder B mit dem Multischalter verbunden. Der eben
erwähnte neunte Eingang bezieht sich auf die Zuführung des terrestrischen
Signals von der bisher üblichen Antenne. Eigentlich alle Multischalter
Versionen gibt es auch mit einem terrestrischen Eingang, der dann erst vor
dem Receiver in einer Antennendose wieder aufgetrennt wird. Die Ausgänge
der Multischalter sind meistens weiter kaskadierbar. Dies muss aber dann
beim Kauf erst erfragt werden. Dabei spielen dann die DiSEqC Ausbaustufen
der einzelnen Bauteile (LNB, Multischalter und Receiver) eine wesentliche
Rolle. Empfehlenswert ist sicher die Verwendung von Schaltern mit eigener
Stromversorgung. Aber beim Bau einer derartigen Anlage wird kaum der
Amateur zum Einsatz kommen, sondern eine Firma die Konzeption und den
Aufbau übernehmen.

1.9.1 Kopfstationen

In Kopfstationen werden die von den Satelliten ausgestrahlten Programme
empfangen, auf eine VHF oder UHF Frequenz umgesetzt und in die
terrestrische Hausanlage miteingespeist. Daher kommt auch die Bezeichnung
Einkabellösung, weil in der Regel ein bestehendes Kabelnetz weiter
verwendet wird. In der Anlage werden diese Signale genauso behandelt wie
die der terrestrisch empfangenen Programme. Bis hierher klingt das wie der
ideale Satellitenempfang. Leider haben Kopfstationen auch Nachteile. Die
Anzahl der Programme ist schon stark eingeschränkt durch den zur Verfügung
stehenden Frequenzbereich für die terrestrischen Signale. Ausserdem müssen
die zu empfangenden Programme an der Kopfstation fest eingestellt werden.
Fast alle der bisher existierenden Kopfstationen sind nur für den analogen
Empfang vorgesehen.
Heute gibt es Kopfstationen, mit denen alle Sender, also auch digitale
Sender, empfangen werden können. Im Gegensatz zu den anderen Satanlagen
stehen aber bei diesen Kopfstationen nicht alle Programme gleichzeitig am
Receiver zur Verfügung, sondern die Auswahl erfolgt beim Receiver und die
Kopfstation liefert auf der hierfür eingestellten Frequenz nur das eine
Programm. So können bei einer Kopfstation für zehn Teilnehmer auch zehn
Programme auf dem einen Kabel geliefert werden. Die Steuerung der
Programmauswahl an der Kopfstation erfolgt auf verschiedene Arten. Einmal
über Signale, die vom Receiver über das Kabel zur Kopfstation geleitet
werden oder durch zusätzliche Funkfernbedienungen.

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1.9.2 Verteilung bei mehreren Satelliten

Die grundsätzliche Verteilung wurde bereits beschrieben. Hier kommen nur
noch Hinweise zur Verteilung in speziellen Fällen, bei denen mehrere
Satelliten empfangen werden sollen. Bei bis zu vier LNB (je
Satellitensystem ein LNB) und nur einem Receiver genügt ein DiSEqC Schalter
mit vier Eingängen und einem Ausgang. Für den Empfang von noch mehr
Satelliten habe ich hier ein paar Links zusammengestellt.

beitinger
     http://www.beitinger.de/sat/diseqc.html
vier LNB
     http://www.spaun.de/html/awbsp-42.html
Kaskadieren mit DiSEcQ 1.1 oder 2.1
     http://www.spaun.de/html/sur_220_f.html
Beispiel mit DiSEcQ 1.1 oder 2.1
     http://www.simsatellite.com/PDF/Zusammenschaltungstechnik.pdf
Beispiel mit 11 LNB
     http://www.satellite-heaven.de/testreports/wavefrontier_t90.htm Dazu
     braucht der Receiver 2 Eingänge und einen 12V-Schaltausgang.

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1.10 Aufrüstung von analogem auf digitalen Empfang.

Hat man erst mal den Entschluss gefasst, vom analogen Empfang auf digitalen
Empfang aufzurüsten, sind natürlich erst mal grundsätzliche Überlegungen zu
treffen. Die Versorgung grösserer Verteilnetze wird der Fachmann
durchführen. Ansonsten ist erst zu entscheiden, ob man nun auf die analoge
Technik vollständig verzichtet oder ob man beide Techniken parallel
betreiben will.

Soll der vorhandene Receiver weiterbetrieben werden? Dann sollte man eine
zusätzliche Leitung vom LNB zum Digitalreceiver legen und statt eines
Single LNB ein TWIN Universal LNB einsetzen. Im eingeschränkten
Master/slave Betrieb könnte man einen Digitalreceiver mit
Durchschleifeinrichtung verwenden und das Signal zum analogen Receiver
durchschleifen.

Ist der LNB in der Lage, den oberen Frequenzbereich zu empfangen? In diesem
Fall genügt es, den Receiver gegen den digitalen auszutauschen.

Wurde das 22kHz Signal bisher zur Auswahl zweier Satelliten verwendet? In
dem Fall wird die Auswahl der Satelliten über ein DiSEqC Signal
einzurichten sein.

LNB, die nur Frequenzen unterhalb von 11,7 GHz empfangen, müssen ersetzt
werden durch die "Universal" LNB mit Empfangsmöglichkeit bis 12,7 GHz. Der
Receiver kann natürlich nur noch als "alter Bestand" neben einem neuen
Digitalreceiver betrieben werden. In diesem Fall ist allerdings die
Verteilung zu klären. Wenn bisher der Receiver auf direktem Wege an dem LNB
angeschlossen war und mit dem digitalen Receiver genauso verfahren werden
soll, ist es einfach. Receiver austauschen und erforderlichenfalls den LNB
ersetzen. Eine Neuausrichtung der Schüssel kann minimale Verbesserungen bei
der Schlechtwetterreserve bringen. Hier kann das vorhandene Analoggerät
weiterbetrieben werden, wenn der Digitalempfänger das ZF-Signal
duchschleifen kann. Dabei wird der Eingang des Analogreceivers mit dem
Ausgang des Digitalreceivers verbunden. Bei dieser Methode ist ein
gleichzeitiger Empfang mit beiden Geräten aber nur bedingt möglich. Das
heisst nur Sender der gleichen Polarität und des gleichen Frequenzbereichs
können gleichzeitig empfangen werden.
Die Verbindung mit dem Fernsehgerät und dem Videorecorder erfolgt
vorzugsweise mit Scartkabeln, wobei heute viele Tv-Geräte auch über mehrere
Scarteingänge verfügen. Wurde bereits im analogen Betrieb ein Multischalter
eingesetzt, so hängen die weiteren Entscheidungen von der Anzahl der zu
empfangenden Satelliten und der Empfangsstellen ab. Bei einem Satelliten
können bis zu vier Empfänger mit einem Quad Universal LNB mit eingebauter
Matrix versorgt werden. Bei mehr Abnehmern muss ein Multischalter mit den
vier Eingängen für die unteren/ oberen Frequenzen bzw. vertikale/
horizontale Polarisationsebenen eingesetzt werden. Ein vorhandenes
terrestrisches Signal kann in der Regel durch die Einspeisung in den dafür
vorgesehenen zusätzlichen Eingang mitgeführt werden. In den dafür
vorgesehenen Anschlussdosen erfolgt dann wieder die Trennung, wie sie schon
von TV und Radio bekannt ist. Hier ist dann noch zusätzlich der Sat Ausgang
vorhanden. Die Ausgänge der Multischalter können durch "kaskadieren" auf
weitere Teilnehmer verteilt werden. Beim Empfang zweier Satelliten mit
wenigen Empfangsstellen hängt die Verteilung von der Anzahl der vorhandenen
Kabel und den eingesetzten Schaltern ab. Ebenso davon, ob mehrere Receiver
unabhängig und gleichzeitig betrieben werden sollen oder ob nur jeweils ein
Gerät genutzt werden soll. Zum Empfang von z.B. Astra 19,2 Grad und
Eutelsat Hotbird auf 13 Grad gibt es Multischalter mit neun Eingängen und
vier Ausgängen. Dazu sind zwei Quattro LNB mit separaten Ausgängen
vertikal/ horizontal/ unteres Frequenzband/ oberes Frequenzband
erforderlich. Diese LNB sind mit den Eingängen für A bzw. B des
Multschalters zu verbinden. Als neunter Eingang ist das Kabel für die
Weiterführung der terrestrisch gesendeten Programme zu verwenden. Nun wird
von jedem Ausgang des Multischalters ein Abnehmer versorgt. Bei mehr als
vier Abnehmern kann mit solchen Multischaltern auch kaskadiert werden, um
diese Teilnehmer zu versorgen.

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1.11 Empfangsqualität und ihre Auswirkungen

Ist die Empfangsqualität witterungsbedingt oder wegen einer zu kleinen
Schüssel oder zu langen Leitungen schwach, so können sich verschiedene
unschöne Erscheinungen bilden. Werden im analogen Bereich zu schwache
Signale empfangen, können sich sogenannte Fische im Bild wiederfinden. Das
sind kleine weisse Punkte in mehr oder weniger grosser Anzahl. Tonrauschen
kann hier auch auftreten. Wird Videotext empfangen, so wird der bei
schwachem Empfang zerstückelt oder gar nicht erst dekodiert.

Beim digitalen Empfang können bunte Rechtecke auf dem Bildschirm erscheinen
oder sogar der Bildschirm dunkel bleiben. Da heisst es dann bei unserem
Receiver "kein Signal". Für den Videotext reicht bei uns öfter das digitale
Signal nicht aus, sodass ich dann auf den analogen Empfang ausweiche.

Für die Beurteilung der Empfangsqualität der LNB gibt es den Begriff
Rauschmass. Dabei bedeuten niedrige Werte eine gute Qualität. Mein
Universal TWIN LNB verfügt zum Beispiel über ein Rauschmass von 0,7 und das
bedeutet eine ordentliche Qualität.

1.12 Spezielle Methoden

1.12.1 Signalweitergabe in andere Räume

Die normale Verbindung zwischen Satreceiver und TV bzw. VCR erfolgt heute
weitgehend über sogenannte Scartkabel. Die Signalqualität ist hoch, weil
keine zusätzliche Umsetzung erforderlich ist. Allerdings gibt es auch die
Verbindung mit dem "durchgeschleiften" terrestrischen Antennenkabel. Hier
wird das im Receiver erzeugte Signal von einem HF-Modulator auf eine
Frequenz im Bereich der terrestrischen Senderfrequenzen moduliert und mit
auf das terrestrische Antennenkabel geleitet. Daher kommt auf dem
Antennenkabel ausser den schon vorhandenen Sendern auch das Signal des
Receivers im gleichen UHF Frequenzbereich mit heraus. Dieses Kabel wird nun
bei dieser Methode als Zuführung zu TV oder VCR Geräten im Haus als
terrestrisches Antennenkabel weiter verteilt. Mit dem Kabel können wir zum
Beispiel auf jeder Ebene des Hauses dann Satellit bzw. VCR empfangen. Bei
dieser Methode wird der Ton in der Regel nur mono weitergeleitet.

Die interne Verbindung zwischen zwei Receivern, TV und VCR erfolgt bei uns
über einen Scartschalter. Den muss ich manuell steuern, wenn ich zum
Beispiel mit dem VCR von einem anderen Satreceiver aufnehmen will.

1.12.2 Fernbedienung aus anderen Räumen des Hauses

Mit einer Fernbedienung, die sowohl Funk- als auch Infrarot Signale sendet
und einem Funk/ Infrarot-Wandler vor dem Receiver/ VCR aufgestellt steuern
wir aus dem jeweiligen Raum das Programm bzw. den VCR. Das heisst mit dem
Funksignal der Fernbedienung wird im Infrarot-Wandler ein Infrarot Signal
wie von der normalen Fernbedienung erzeugt und zum Receiver gesendet. Der
arbeitet als ob er von einer Fernbedienung im gleichen Raum gesteuert
würde.

1.12.3 Ist mein alter LNB digitaltauglich?

Bei einer bestehenden Anlage kann ein kleiner Kniff zeigen, ob der LNB die
höheren Frequenzen empfangen kann. Dazu stellt man am Receiver einen
normalen Sender ein. Nun stellt man am Receiver das Schaltsignal 22kHz auf
ein und schaut. Bei einer normalen Anlage ohne 22kHz Blocker und
Satellitenauswahl mit 22kHz Signal bleibt das Programm weiter zu sehen,
wenn der LNB den oberen Frequenzbereich nicht empfangen kann. Kann er
nämlich den oberen Frequenzbereich verarbeiten, so verändert sich
(zufällig) das Programm oder der Sender verschwindet und es beginnt zu
rauschen.

1.12.4 Empfangssignal durch Receiver durchschleifen

Eine verbreitete Methode, zwei Receiver zu koppeln, ist das sogenannte
Durchschleifen. Hier muss man trennen zwischen dem Durchschleifen der
Antenne im Bereich der terrestrischen Frequenzen und dem Durchschleifen der
ZF-Signale, sprich den Kabeln vom LNB. Die unproblematische terrestrische
Methode ist oben schon beschrieben. Werden ZF-Signale durch einen Receiver
zu einem anderen weitergeleitet, ist keiner der beteiligten Receiver mehr
selbständig sobald der zweite auch eingeschaltet ist. Ist einer
ausgeschaltet, hat der andere Receiver alle Möglichkeiten. Bei manchen
Receivern ist es so, dass der vom LNB her als erster angeschlossene
Receiver den Ton angibt mit seinen Steuersignalen und der dahinter
angeschlossene Receiver nur die Programme empfangen kann, die der vordere
angesteuert hat. Hier nennt man den vorderen Receiver den Master. Die
technische Erklärung dazu:

Soll ein horizontal polarisierter Sender empfangen werden, gibt der
Receiver auf das Kabel zum LNB eine Gleichspannung, die höher ist als 15,5
Volt. Damit schaltet der LNB auf horizontal. Natürlich kann der zweite
Receiver jetzt auch nur horizontal polarisierte Sender empfangen solange
dieses Signal anliegt. Erst wenn diese Gleichspannung wieder unter 15,5
Volt liegt, schaltet der LNB auf die vertikale Ebene um. Und genauso
verhält es sich mit der Auswahl des oberen und des unteren Frequenzbandes.
Nur handelt es sich bei diesem Steuersignal nicht um eine Gleichspannung,
sondern um eine Frequenz von 22 kHz, die aufmoduliert wird, wenn der
Universal LNB auf das obere Frequenzband schalten soll.

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1.13 Störungen

Generelle Störungen
Bei terrestrischen Richtfunkstrecken, die im Frequenzbereich der Satelliten
senden kommt es ebenso wie bei benachbarten Radaranlagen glücklicherweise
selten zu Störungen. Hier kann nur ein Standortwechsel auf eine Position im
Sendeschatten des Störers helfen. Tobi erzählt von der Lösung, bei der die
Schüssel in einem Kellerschacht mit Blick nach Süden helfen kann.

Störungen einzelner Sender auf horizontaler Polarität
Treten sporadisch bei einzelnen Sendern Störungen auf, so ist zu
untersuchen, ob es sich nur um Sender mit horizontaler Polarisation
handelt. In diesem Fall ist häufig der Kontakt zwischen F-Stecker und LNB
verschlechtert, sodass die Spannung nicht mehr ausreicht, um richtig auf
die horizontale Polarisationsebene zu schalten. Häufig genügt es, die
Verschraubung zu lösen und wieder festzudrehen. Als Versuch habe ich nach
dem Aufschrauben auf das Gewinde ein ganz einfaches Maschinenfett
geschmiert, um die Luft abzuhalten und nach dem Verschrauben mit
elastischem Plastikband den F-Stecker umwickelt, um ihn vor Feuchtigkeit zu
schützen. Seitdem waren keine Störungen mehr vorhanden.

Störungen einzelner Sender wie SAT1, PRO7, DSF, N24, Kabel1
Manchmal sind Sender gestört, weil auf ähnlichen Frequenzen auch schnurlose
Telefone ( DECT Telefone ) ihre Wellen von der Basisstation zum Mobilteil
schicken. Hier in diesem Beispiel bei dem Transponder auf der Frequenz
12,480 GHz kann ein Standortwechsel für die Basisstation die Lösung sein.
Manchmal ist auch die Abschirmung des Satellitenkabels schlecht oder die
Steckermontage nicht sauber durchgeführt worden. Der am häufigsten in dem
Zusammenhang genannte Sender ist n-tv auf Astra, bzw. die Frequenz 12,48
GHz mit SAT1, PRO7, DSF, N24, Kabel1 etc.. Als Daumenwert habe ich aus
einer newsgroup einen empfohlenen Abstand von ca. 1,5 Metern. Bei uns zu
Hause sind auch so ein Gigaset 3035isdn mit einem 3000 Comfort und einem
4000 Comfort als Mobilteile im Einsatz. Bei einem Abstand von etwas mehr
als drei Metern haben wir noch keine Einflüsse festgestellt.

Ein digitaler Sender kann plötzlich nicht mehr empfangen werden
Wenn plötzlich ein digitaler Sender wegbleibt, kann es daran liegen, dass
der Sender seine Identifikation (PID) geändert hat. Dann kann man in einer
aktuellen Sendertabelle die neue PID suchen und den Sender neu einstellen
oder einfach für diesen Transponder einen Suchlauf starten. Dabei werden
allerdings meistens auch die anderen Sender auf diesem Transponder
mitgefunden. Dann lösche ich die übrigen Sender sowie die alte
Senderenstellung weg und schiebe den gefundenen Sender an die Stelle der
Sendertabelle, an der er vorher war.

Wetterbedingte Störungen
Bei sehr starkem Regen mit wirklich grossen Wassertropfen kommt es schon
ein paarmal im Jahr zu Störungen. Das geht beim analogen Betrieb mit
weissen Flecken (Fischen) an, geht über Rauschen im Ton bis zum
Totalausfall mit Schnee. Im digitalen Betrieb kommen farbige Quadrate,
Bildaussetzer (Bild bleibt stehen), Ton geht weg bis zu "kein Signal". Hier
spielt sicher die verwendete Wellenlänge eine Rolle im Zusammenhang mit den
Hindernissen im Sichtfeld zwischen den Satelliten und den
Empfangsschüsseln. Bei Schneeflocken und normalen Regentropfen werden die
Funkwellen mit einer Wellenlänge von 25 mm bei 12 GHz noch nicht
nennenswert aufgehalten. Erst wenn die Relation sehr grosse Tropfen und
Wellenlänge zu stark zum Hindernis tendiert, machen sich Störungen
bemerkbar.
Interessant ist doch auch, dass unsere Markise im Sommer vollständig über
der Schüssel steht und der Empfang überhaupt nicht behindert wird. Hingegen
spielten Weinblätter eine stark behindernde Rolle, sobald die Weintriebe
einen Teil der Schüssel abdeckten.
Ein Trost wird es sicherlich für manchen sein, dass auch die Kabelnetze
meist über Satelliten gespeist werden und die gleichen Probleme aufweisen.
Bedenkt man, dass bei unserer 88cm Schüssel mittig zwischen Astra und
Eutelsat ausgerichtet trotz Schielempfang höchstens fünfmal im Jahr so bis
zu zehn Minuten Ausfall vorkommt.
Bleibt bei den Offsetspiegeln unten Schnee liegen, wird der Empfang auch
beeinträchtigt.

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1.14 Informationen zum Satellitenempfang mit Links

Footprints (das Abbild der Satellitenabstrahlung auf der Erde)

Hier sind zwei Links zu Informationen über die von den Satelliten
erreichbaren Gebiete:

Astra

http://www.ses-astra.com/market/deutschland/receiving/footprints/index.shtml
Eutelsat

http://www.eutelsat.com/satellites/pdf/Data_sheets/Hot%20Bird%202%20data%20s
heet.pdf

Frequenztabellen:

   * Sendertabellen von Kristian Fischer
   * http://www.sat-hagedorn.de
   * http://sat-aktuell.de/
   * http://www.astra.de
   * http://www.eutelsat.de
   * http://www.digitv.de
   * http://www.lyngsat.com (überträgt leider sehr viele Daten für bunte
     Graphikklötzchen)

Online die Einstellwinkel der Satellitenschüssel bei Kristian Fischer
ermitteln:

   * http://www.dewi-sat.de/satshop.php?page=Satfinder

Programm zum downloaden, um die Einstellwinkel der Satellitenschüssel zu
ermitteln:

   * http://www.smw.se/smwlink/smwlink.htm

Digitalreceiverübersicht:

   * digitv

Firmen:

   * http://www.amstrad.de/
   * http://www.digenius.de/Updates_de
   * http://www.echostar.nl/
   * http://www.grundig.de/produkte/highlights.html
   * http://www.hirschmann.de/
   * http://www.humax.co.kr/CS
   * http://www.huth-comp-sat.de/
   * http://www.esc-kathrein.de/download/ufd
   * http://www.micronik.de/Micronik%Support.html
   * http://www.nokia.de/multimedie_terminals/index.html
   * http://www.spaun.de/
   * http://www.technisat.de/
   * http://www.zehnder-sat.de/
   * http://www.radix-sat.de

Allgemeine Informationen

   * http://www.satellite-board.de/cgi-bin/Ultimate.cgi
   * DiSEqC Informationen sind von der Entstehung über die Funktionsweise
     und die Erläuterung der level bei Eutelsat untergebracht:
     http://www.eutelsat.de
   * Im Internet verfügbar ist der Kriebel Satreport. Als PDF Datei kann
     man sich die Information holen und mit dem Acrobat reader ansehen:
     http://www.kriebel-sat.de
   * Satelliteninformationen mit Dr. Dish: http://www.satcodx.com
   * Für zusätzliche Informationen gibt es Mailinglisten, bei denen man
     sich anmelden kann und die emails erhält, die in diese Mailinglisten
     geschickt werden. Bei der sat-tv Mailingliste von egroup kann man aber
     auch direkt Fragen an das Forum posten und erhält die Antworten als
     email. Die Anmeldung erfolgt mit einer Mail an yahoo mit dem subject
     (Thema) subscribe. sat-tv-subscribe@yahoogroups.com
   * Mailinglisten von Stefan Hagedorn (teils deutsch-, teils
     englischsprachig): http://www.sat-hagedorn.de/mailinglisten.htm
   * "Transponder News" bringen regelmäßige Zusammenfassungen, was es an
     An- /Abschaltungen in Mitteleuropa gegeben hat, und teilweise
     Meldungen die deutschen und europäischen Anbieter betreffend.
   * Mailingliste von Christian Lyngemark (englischsprachig):
     http://www.lyngsat.com/maillist.shtml
   * "Lyngsat Weekly" bringt wöchentlich eine telegrammartige Kurzübersicht
     der wichtigsten An-/Abschaltungen, geltend für den kompletten Globus.
     (auch Satelliten, die in Europa nicht sichtbar sind)
   * RBB Brandenburg (früher ORB) sendet auf der Seite 696 auf etwa zehn
     Seiten Info mit echten und interessanten Informationen. Für mich sind
     diese aktuellen Infos ein absolutes Muss. Auf der Seite 690 kann man
     erkennen, wann die zehn Seiten zum letzten Mal aktualisiert wurden.
   * Beim Videotext hat SAT.1 Tabellen auf den Seiten ab 885 für Astra 19,2
     Grad. Auf der Seite 517 ist Text von Satellitext. Da ist meist nur ein
     Hinweis auf eine Neuerung und nicht die Information. Die soll man sich
     nämlich beim teueren und umfangreichen FAX Abruf holen. Ausserdem z.B.
     bei Informationen zur ORF Verschlüsselung werden die vordergründigen
     Aussagen des ORF wiedergegeben.
   * Da habe ich ein Exemplar der Zeitschrift Satellit in die Hände
     bekommen. Sie ist sachorientiert und bringt aktuelle Neuigkeiten
     sowohl über Produkte als auch über die technische Entwicklung. So sind
     umfangreiche Frequenztabellen ebenso enthalten wie Tests und neue
     Produkte. Bei diesem Exemplar war sogar eine CD dabei, auf der zum
     Beispiel auch ein Programm zur Ermittlung der Einstellwinkel für die
     Satellitenschüsseln enthalten ist. Selbst die hier vorliegende FAQ ist
     um ein paar Bilder erweitert mit auf der CD.
   * Zu erwähnen ist auch Infosat. Leider haben die lange Zeit ihren
     Kleinkrieg gegen Kathrein, Telekom und Kirch wichtiger gesehen als die
     Versorgung ihrer Leser mit Informationen zu Digitalfernsehen. Könnte
     man als Technisat Hauszeitschrift bezeichen.
   * TeleSatellite hat mir zum Beispiel geholfen mit Tests zu
     Digitalreceivern, die im Netz angeboten wurden. In letzter Zeit mehren
     sich die Aussagen, dass Telesatellite immer schwächer wird.
   * Und hier ist noch eine Linksammlung:
     http://home.t-online.de/home/Freitag.Stoeck/Linkseiten/e-links.htm

Installationshilfen:

   * Ein freies Programm aus Schweden zur Ermittlung der Einstellwinkel:
     http://www.smw.se/smwlink/smwlink.htm
   * Eine Hilfe direkt am Netz:
     http://perso.numericable.fr/~gjullien/satellite.htm

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1.15 Abkürzungen und Begriffe

Abkürzungen

ADR
     Astra Digital Radio, siehe Radio ADR....
AV
     Audio Video
CA
     Conditional access, andere Bezeichnung für Pay TV Decodersystem ;
     Ca-Modul wird bei standardisierten Receivern in einen CI Schacht
     gesteckt und kann dann mit der passenden Smartcard ein Pay TV
     empfangen. Vorteilhaft ist dabei die Austauschbarkeit, wobei
     allerdings die d-Box mit keinem dieser Systeme kombiniert werden kann.
CI
     Common Interface, Steckplatz im receiver mit Standardschnittstelle für
     Pay  TV Decodermodul (z.B. CA-Modul)
DiSEqC
     Digital satellite equipment control, siehe Links
DVB
     Digital video broadcasting
EPG
     electronic program guide/ elektronischer Programmführer
FEC
     Forward error correction, bei FEC 3/4 sind 3/4 Nutzdaten, 1/4
     Korrekturdaten
FTA
     "free to air", der freie Fernsehzugang, also ohne Verschlüsselung
FUN
     Free Universe Network (Zusammenschluss führender Unternehmen und
     Rundfunkanstalten)
LOF
     local oszillator frequency/ lokale Oszillatorfrequenz; um diese
     Frequenz wird im LNB die Senderfrequenz zur Weiterleitung an den
     Receiver vermindert.
LNB
     Low noise block, wie LNC, ist vor der Schüssel an einem Arm angebracht
     und der eigentliche Signalempfänger bzw. Hochfrequenzkonverter. Hier
     werden die Signalfrequenzen um die LOF reduziert.
LNC
     Low noise converter, wie LNB.
MCPC
     multiple channel perr carrier (im digital TV mehrere Sender auf diesem
     Träger)
MPEG
     Motion picture expert group, unter MPEG gibt es mehrere Normen für
     Bild- Tonkomprimierung
MHP
     Multimedia Home Platform (europaweiter multimedialer Standard)
NID
     Network ID: Diensteanbieter, bezeichnet meist in der Programmliste den
     Anbieter eines Pakets.
OpenTv
     Betriebssoftware, die z.B. auch EPG verarbeiten kann, soll in MHP
     einfliessen
PCR
     Zeitsynchronisation
PID
     Programmidentifikation innerhalb eines Transponders beim digitalen
     Empfang; A für Audio, also Ton und V für Video
RS232
     Schnittstelle, mit der eine neue Betriebssoftware vom PC in den
     Receiver gebracht wird oder bei einigen Modellen mit der passenden
     Software die Kanalliste bearbeitet und zurückgespeichert werden kann.
QPSK
     Quadratur Phase Shift Keying Phasenmodulationsverfahren
SCPC
     single channel per carrier (im digital TV nur ein Sender auf diesem
     Träger)
SID
     Service ID, damit werden die einzelnen Dienste auf einem digitalen
     Transponder unterschieden (oder auch zusammengefasst) Programme mit
     der identischen SID auf einem Transponder werden gemeinsam
     abgespeichert. So können mehrere Sprachversionen zu einem TV Programm
     gekennzeichnet werden oder Radioprogramme zu Radiopaketen
     zusammengefasst werden.
SR
     Symbol rate (Symbolrate)
TID
     Transponder ID, kennzeichnet die einzelnen Transponder auf einem
     Satelliten, kann bei der internen Verlinkung der Transponder im
     Datenstrom genutzt werden.
TV
     Fernsehgerät
VCR
     Videorecorder

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Begriffe

Azimut
     der horizontale Empfangswinkel für die Schüssel, siehe Installation
Band
     Frequenzbereich, hier
     C-Band
          Frequenzen von 4 bis 8 GHz
     K-Band
          Frequenzen von 18 bis 27 GHz
     Ka-Band
          Frequenzen von 27 bis 40 GHz
     Ku-Band
          Frequenzen von 12 bis 18 GHz
     L-Band
          Freqenzen von 1 bis 2 GHz
     S-Band
          Frequenzen von 2 bis 4 GHz
     X-Band
          Frequenzen von 8 bis 12 GHz
     SMS-Band
          Frequenzen von 12,5 bis 12,75 GHz
Beam
     Strahlungsform eines Transponders. Die Ausleuchtzone ergibt sich beim
     Auftreffen der Signale auf der Erdoberfläche.
Cassegrain
     Antennenform mit zusätzlichem, entgegengerichtetem Reflektor in der
     Schüssel
Cinch
     Steckerverbindungsart, die für Audio und Video Geräte verwendet wird.
     Auch RCA Stecker genannt.
Dämpfung
     Signalstärkenverlust z.B. in einem Kabel, gemessen in Dezibel (db)
Decoder
     entschlüsselt die vom Sender kodierten Signale
Dolby digital
     ein Verfahren als Nachfolger vom analogen Dolby surround und auch als
     AC3 bzw. 5.1 bekannt
Elevation
     der vertikale Empfangswinkel für die Schüssel, siehe Installation
Feed
     Das ist vorne am LNB der Trichter, der die von der Schüssel
     reflektierten Signale bündelt.
Feedhorn
     Das Rohr, auf dem ein Feed angebracht ist.
Flansch
     bezeichnet man den Träger, an dem Feed und Polariser montiert sind. In
     den für Astra und Eutelsat gebräuchlichen LNB (LNBF) bilden diese
     Teile eine Einheit.
Modulator
     wandelt Video- und Audiosignale auf anderen Frequenzbereich um
Multifeed
     mehrere LNB werden an einer Schüssel "schielend" auf verschiedene
     Satellitenpositionen ausgerichtet betrieben
Offset
     Ausschnitt aus einer symmetrischen Parabolschüssel, bei dem der
     Brennpunkt in der Regel nach unten verschoben ist.
Polariser
     ist ein Wellenebenenumschalter und in den verbreiteten LNB bereits
     integriert und schaltet abhängig von der erhaltenen Gleichspannung die
     Polarisationsebene für die horizontalen bzw. vertikalen Signale.
     Gerade im Drehschüsselbereich gibt es auch externe Polariser, die
     mechanisch und heute eher magnetisch arbeiten.
Skew
     Polarisatoreinstellung zur exakten H/V Einstellung, weil die
     Polarisationsebenen abhängig vom Standort mehr oder weniger von den
     tatsächlichen horizontalen bzw. vertikalen Linien abweichen. Wichtig
     ist diese Einstellung vor allem bei drehbaren Antennen.
Symbol
     bei einem Symbol werden zwei Bits übertragen; 27,5 Megasymbols wären
     dann 55 Millionen Bit
Transponder
     jeder Satellit verfügt über eine Reihe von Transpondern, die Signale
     von den Uplinkstationen auf der Erde empfangen und auf einer anderen
     Frequenz wieder zur Erde zurücksenden.
Uplink
     Signalzuführung von der Erde zum Satelliten

Unterstützung:

Tobias Senz danke ich für die Unterstützung zu Mailinglisten und zur LNB
Übersicht.

