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From: faq@dcoul.de (dcoul-FAQ Team)
Newsgroups: de.comp.os.unix.linux.infos,de.answers,news.answers
Subject: de.comp.os.unix.linux.infos - FAQ (section1)
Followup-To: poster
Date: Sun, 18 Apr 2004 11:51:52 +0000 (UTC)
Organization: dcoul-FAQ Team
Lines: 158
Sender: Andreas Metzler <dcoulfaq@downhill.at.eu.org>
Approved: news-answers-request@MIT.EDU
Expires: Sun, 23 May 2004 05:11:50 GMT
Message-ID: <dcoul-faq_2004109135150@mid.downhill.at.eu.org>
References: <dcoul-faq_2004109135143@mid.downhill.at.eu.org>
Reply-To: feedback01@dcoul.de
NNTP-Posting-Host: server.logic.univie.ac.at (131.130.190.41)
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1
Content-Transfer-Encoding: 8bit
X-Trace: news.uni-berlin.de 1082289154 5920541 I 131.130.190.41 ([32923])
Summary: This is the FAQ of the german newsgroup hierarchy 
	de.comp.os.unix.linux (dcoul). This article provides answers to 
	linux and usenet questions. The text is written in german.
User-Agent: mkPosting.pl by Thomas Nesges <ThomasNesges@TNT-Computer.de>
X-Disclaimer: Approval for *.answers is based on form, not content.
Xref: senator-bedfellow.mit.edu de.comp.os.unix.linux.infos:3420 de.answers:10355 news.answers:270088

Archive-name: de/comp/linux/dcoul-faq/section1
Posting-frequency: monthly
Last-modified: 2004-04-18 13:49:17
Version: CVS revision 1.60
URL: http://www.dcoul.de/faq/

                                              http://www.dcoul.de/faq/
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1. Fragen zu ISPs, Mail, News und Mailboxnetzen (Fido/ZConnect)

1.1 Wie kann ich Mails und News offline lesen, also ohne dabei dauernd
eine Verbindung zum Internet haben zu müssen?

Zu den News gibt es eine sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitung von
Markus Voss, zu finden unter http://www.uni-koeln.de/~acp66/, die die
Einrichtung eines lokalen Newsservers (INN) beschreibt. Eine
Alternative für einen kleinen Newsfeed bzw. den typischen
Ein-Benutzer-Rechner ist Leafnode, zu finden unter
http://www.leafnode.org/.
Beim Betrieb eines lokalen Newsservers ist darauf zu achten, dass
dabei korrekte Message-IDs (eindeutige ID eines jeden Newsartikels)
erzeugt werden. Informationen dazu finden sich in der Message-ID-FAQ
unter http://www.hanau.net/usenet/faq/messageid.php.

1.2 Gibt es für Linux ein Fido-Pointprogramm?

Software zur Einrichtung eines Fido-Points gibt es per ftp auf
ftp://ftp.gwdg.de unter /pub/linux/fido. Weitere Informationen finden
sich auf der Homepage von Roland Rosenfeld:
http://www.spinnaker.de/FidoPnt/
Wie mir mitgeteilt wurde, funktioniert die dort beschriebene
Vorgehensweise allerdings nicht mehr mit der aktuellen Version von
Fidogate, die Dokumentation von Fidogate wurde aber bezüglich der
Einrichtung von Points überarbeitet.
Alternativ gibt es ein fertiges Pointpaket per ftp von
ftp://ftp.fido.de. Weitere Informationen zu FIDO unter Linux sind
unter http://control.zcu.cz/~flidr/fido/ zu finden.

1.3 Gibt es für Linux ein ZConnect-Pointprogramm?

Nicht im herkömmlichen Sinne, aber es gibt eine Gatewaysoftware, mit
der ein ZConnect-System in einen ganz normalen News- und Mailserver
eingebunden werden kann. Das Paket heißt Unix-Connect und ist auf
ftp://ftp.dinoex.org/pub/unix-connect/ zu finden.
Unix-Connect kann zusammen mit einem lokalen Newsserver (INN) auch als
Point eingerichtet werden. Zur Einrichtung eines lokalen Newsservers
verweise ich auf Wie kann ich Mails und News offline lesen.

1.4 Kann ich CrossPoint unter Linux verwenden?

Ja, CrossPoint läuft im DOSEmu, zumindest mit analogen Modems. Bei
einigen funktioniert es auch mit ISDN-Karten, jedoch scheint es dabei
gelegentlich Probleme zu geben.
Nach der Freigabe der Sourcen durch den Autor Peter Mandrella haben
sich zwei Teams gebildet, die CrossPoint unabhängig weiterentwickeln.
Zumindest OpenXP http://www.openxp.de <http://www.openxp.de/> hat auch
einen Linux-Port im Programm.

1.5 Warum stellt mein tin (Newsreader) statt Umlauten nur Fragezeichen
dar?

In Tin ist eine Funktion enthalten, die überprüft, ob die in einem
Artikel enthaltenen Zeichen auf dem System überhaupt dargestellt
werden können. Dazu greift der Tin auf die Locales zurück. Falls das
nicht korrekt funktioniert, liegt meist ein Problem mit den Locales
vor. Siehe dazu: "Wie ist das mit den Locales?". Führt auch das nicht
zum Erfolg, sind wahrscheinlich die Locale-Dateien unvollständig oder
gar nicht installiert. In diesem Fall besteht (neben der Installation
aktueller Locales) noch die Möglichkeit, zur brute force-Methode zu
greifen und den Tin aus den Sourcen mit der Option --disable-locale
selbst zu compilieren. In diesem Fall werden die Locales völlig
ignoriert und jedes Zeichen als darstellbar bewertet. Diese Lösung
sollte aber wirklich nur im Notfall angewandt werden.

1.6 Wie kann ich mit Linux über T-Online in Netz kommen?

Informationen zur Konfiguration des Systems zur Nutzung des
T-Online-PPP-Zuganges finden sich unter
http://home.t-online.de/home/albert.rommel/ppp.htm bzw.
http://home.t-online.de/home/albert.rommel/linux/.
Kurzüberblick: Die Verbindung zu T-Online wird über PPP aufgebaut. Die
Authentifizierung erfolgt durch PAP. Der Benutzername entspricht dabei
Zugangskennung + T-Online Nummer + Mitbenutzernummer (4-Stellig). Das
Passwort dem gewohnten T-Online Passwort. Die Zugangsnummer ist sowohl
für ISDN als auch für Modem 0191011. Die ISDN Verbindung erfolgt nicht
über RawIP. Die IP wird dynamisch zugewiesen. Der Nameserver hat die
IP 194.25.2.129.

1.7 Wie kann ich die dynamisch vergebene IP-Adresse meines Rechners
herausfinden?

Dazu gibt es (mindestens) zwei Lösungen:
-Die diversen PPP-Daemonen (pppd, ipppd,...) rufen nach erfolgtem
Verbindungsaufbau das Skript /etc/ppp/ip-up auf. Dieses bekommt die
zugeteilte IP-Adresse als vierten Parameter übergeben. Durch Einfügen
von echo $4 > /var/run/aktuelleIP kann man sie speichern. Fügt man
zusätzlich rm -f /var/run/aktuelleIP in /etc/ppp/ip-down ein, kann man
als Bonus durch test -f /var/run/aktuelleIP überprüfen, ob man online
ist. Lesehinweise: pppd (8), ipppd (8)
-Die zweite Variante funktioniert mit beliebigen
IP-Netzwerkinterfaces: env LC_ALL=C /sbin/ifconfig Devicename | sed -n
'/addr:/s/ [^r]*..//gp' Devicename ist an die eigene Konfiguration
anzupassen. Bei einer Modemverbindung ppp0, beim ersten
ISDN-SyncPPP-Device ippp0, bei ISDN-rawIP isdn0, ...

1.8 Ich benötige einen ordentlichen telnet- oder ssh-Client für
Windows.

Diese Frage ist in de.comp.os.unix.* offtopic. putty
<http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/>, teraterm-pro
<http://hp.vector.co.jp/authors/VA002416/teraterm.html> mit ssh-Plugin
<http://www.zip.com.au/~roca/ttssh.html> oder SecureCRT
<http://www.vandyke.com/>.

1.9 Wie kann ich die Systemzeit meines Rechners mit Timeservern im
Internet abgleichen?

Für Rechner ohne dauerhafte Internetverbindung ist chrony
<http://chrony.sunsite.dk/> die genaueste Lösung. Eine Alternative mit
geringerem Konfigurationsaufwand (dafür aber auch weniger genau) ist
der regelmäßige Einsatz von ntpdate (mit Option -B).
Von netdate ist abzuraten, da es die Systemuhr direkt umstellt,
anstatt sie eine gewisse Zeit lang schneller oder langsamer laufen zu
lassen und daher Zeitsprünge verursacht. Manche Programme, z.B. make,
kommen damit nicht zurecht. Überdies ist netdate berüchtigt dafür, in
manchen Fehlerfällen (Zielserver wird via UDP angesprochen und auf dem
Port läuft ein anderer Dienst bzw. der Time-Dienst ist falsch
konfiguriert) die Zeit ins Jahr 2038 zu stellen. Desweiteren ist der
klartext-basierte Time-Dienst auf immer weniger Server zu finden.

1.10 Welchen ftp-Daemon soll ich verwenden?

Wenn du nicht unbedingt ftp brauchst, solltest du darauf verzichten,
denn bei ftp wandert das Passwort wie bei telnet im Klartext über die
Leitung. Für anonymen Zugang ist http eine brauchbare Alternative.
Abgesehen davon zahlt es sich aus, einen möglichst fehlerfreien,
sicheren ftp-Daemon zu verwenden, du sparst dir dadurch viel Arbeit,
weil du nicht jeden Monat wegen eines Sicherheitslochs ein Update
durchführen musst. Deshalb sollte man auf wu-ftpd verzichten, er ist
in der Vergangenheit zu oft negativ aufgefallen. ProFTPd steht etwas
besser da, aber auch ihn sollte man wirklich nur einsetzen, wenn man
die enorme Menge Optionen und Features braucht. Andernfalls empfiehlt
sich der Einsatz einer der kleinen, schlanken Alternativen, die
meisten Linux-Distributionen beinhalten mindestens einen davon (RedHat
beispielsweise vsftpd).
  * vsftpd <http://vsftpd.beasts.org>
  * oftpd <http://www.time-travellers.org/oftpd/>
  * twoftpd <http://untroubled.org/twoftpd>
  * PureFTPd <http://www.pureftpd.org>
  * muddleftpd <http://gd.tuwien.ac.at/infosys/servers/ftp/muddleftpd>
  * publicfile <http://cr.yp.to/publicfile.html>

Lesetipp: http://www.linuxmafia.com/pub/linux/security/ftp-daemons
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Build: 18.04.2004
